Gatti, Olivier. Maler und Kupferstecher . von Parma , dessen Geburtsjahr aber unbekannt ist. Man weiß nur, dass er 1620 Mitglied der Akademie zu Bologna wurde, nachdem er schon dreißig Jahre in dieser Stadt verweilt hatte, wahrscheinlich als ausübender Künstler, und so ist sein Geburtsjahr sicher früher als 1620 erfolgt, wie Rost angibt.
Sein erster Meister war Augustin Carracci und nach dessen Tod kam er zu J. L. Valesio. Durch Talent und eifriges Studium erwarb er sich den Ruf eines geschickten Künstlers, besonders in geschmackvoller Composition, in der Zeichnung aber sah er weniger auf Reinheit, besonders in den Extremitäten. Seine Blätter sind mit dem Grabstichel gefertigt, in einer Manier, welche jener zeitweise ersten Lehrers ähnelt; man sieht aber seinen Werken die Eile an. Bartsch P. gr. XIX. p. 5 ff. verzeichnet 140 Blätter von Olivier, von denen der größere Theil mit dem abgekürzten Namen des Künstlers bezeichnet ist.
Vier Blätter nach Pordenone: die Erschaffung der Welt, die Erschaffung des ersten Menschen, das Opfer Abrahams, Judith mit Holofernes Haupt. H. 7 Z., Br. 4 Z. 5 L.
Gott Vater in der Glorie: Olivierius Gattus fecit 1625. H. 7 Z. 6 L., Br. 6 Z.
Hagar in der Wüste vom Engel getröstet. Oliviero Gatti inv. et fec. 1622. H. 11 Z., Br. 1} Z. 2 L.
Eine Folge von 353 Blättern, größtenteils mit Darstellung aus dem Leben der heil. Jungfrau. Sechzehn sind nach Olivier’s Erfindung, die übrigen nach dessen Zeichnungen von A. Salmincio. H. 2 Z. 7 L., Br. 4 Z. 6 L.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, Joseph am Fuße des Baumes schlafend. 1608. H. 4 Z. 3 L., Br. 5} Z. 2 L.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde und die Rechte auf die Brust, Jugend im Grunde eine Kirche. Ohne Schrift; für P. Maccio’s Embleme gestochen. H. 4 Z. 8 L., Br. 3} Z. 6 L.
Derselbe Gegenstand mit Veränderung. Im Grunde ist statt der Landschaft Gott Vater etc. 1627. H. 5 Z. 2 L., Br. 3 Z. 0 L.
Die Madonna umarmt das Jesuskind, nach L. Garbieri, 1629. H. 7 Z. 6 L., Br. 0 Z. 5 L.
Das wunderthätige Bild der Madonna del soccorso in Bologna, ohne Namen. H. 11 Z. 6 L., Br. 0 Z. 2 L.
St. Hieronymus in der Wüste umarmt das Crucifix, 1602. Auf Carracci’s Zeichnung gefertigt. H. 5 Z. 4 L., Br. 4 Z. 5 L.
Der seelige Raimond Palmeri mit dem Brodkorbe und dem Kreuze. 1608. H. 6 Z. 9 L., Br. 4 Z. 10 L.
St. Rochus auf den Knien, im Grunde der Edelmann mit den Hunden und oben in den Wolken ein Engel, der dem Heiligen eine Quelle zeigt, 1603. H. 5 Z. 10 L., Br. 7 Z. 4 L.
Der Stammbaum der Eremiten des Augustin, großes Werk von 49 Blättern, 1614.
Das Wappen des Cardinals Giustiniani mit drei Kindern. Ohne Namen. H. 8 Z. 6 L., Br. 12 Z. 4 L.
Die ersten Abdrücke haben im Schilde ein Thürmchen mit dem Adler darauf, in den zweiten Abdrücken sieht man oben drei Lilien, in der Mitte eine Bandrolle und unten drei Berge mit der Inschrift: Viget colore praestatque adore.
Die drei theologischen Tugenden, gegenüber die Gerechtigkeit, Stärke, Mäßigkeit und Klugheit. Oben Kinder mit einem bräunlich-braunen Wappen. 1625. H. 11 Z., Br. 14 Z. 9 L.
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