Gatti, Gervasio, il Sorajo genannt, Bernardino’s berühmter Neffe,
von welchem die Nachrichten von 1578 – 1631 reichen. Der On-
kel leitete ihn zu derselben Quelle, aus welcher er geschöpft, er
hielt ihn nämlich an, in Parma Correggio’s Werke zu studieren
und zu kopieren. Dass ihm dieses viel genützt, beweist der
Sebastian, den er 1578 zu Sta. Agatha in Cremona malte. Sein
Martyrium der heil. Cäcilia mit der Correggio’schen Engelglorie
in S. Pietro ist so schön coloriert und so ausserordentlich fleissig
gemalt, dass man es für Bernardino’s Werk halten könnte, wenn nicht Gervasio’s Name und die Jahrzahl 1601 darauf stünde.
Indessen ist er nicht immer so fleissig, zuweilen ist er, handwer-
tig und minder sorgfältig in der Wahl der Köpfe. Als Portrait-
maler verdient er aber mit Auszeichnung genannt zu werden, hin- und wieder findet man Spuren vom Einflusse, der Carracci.
Uriel de Gatti, Maler und vielleicht Gervasio’s Bruder, der aber wenig bekannt ist. Zu S. Sepolcro in Piacenza hinterließ er einen
gekreuzigten Christus mit mehreren Heiligen und der Unterschrift:
Uriel de Gattis dictus Sojarius 1601.
Lanzi’s Versicherung eines guten Farbenauftrags und nicht zu ver- achtenden Anmuths, nur ist die Manier kleinlich und das Helldun- kel schwach. Lanzi glaubt auch, dass dieses jener Uriel sei, den
Ri(l(3fi„l'lfl(:h Cremona setzt, wo er dem Carlo Urbini vorgezogen
wurde.
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