Gassner, Simon

Gassner, Simon, Maler und Kupferstecher , der 1755 zu Steinberg

in Tirol geboren wurde. Die Anfangsgründe der Kunst brachte

ihm der Maler Streicher zu Salzburg bei, und hierauf kam er

nach München zu Gallrup und Demel. Nach einiger Zeit ging er

nach Landshut , wo er für die Kirchen Wasserburgs einige Aftär-

blätter malte, bis er nach Ungarn abreiste, wo ihn der Bischof

von Erlau beschäftigen wollte; allein die projizierten Arbeiten un-

terblieben und Gassner musste sich in Wien mit der Ornamenten-

malerei durchhelfen. Später besuchte er Rom und von hieraus er-

hielt er einen Ruf an den Hof zu Karlsruhe, wo ihm die Verzie-

rung eines Salons der Residenz anvertraut wurde. Von dieser

Zeit an blieb Gassner in Karlsruhe , wo er sich verheiratete, und

die Stelle eines Hoftheatermalers bekleidete. Im Jahre 1825 trat er

auch mit Landschaften in Ölgemälde hervor, worin er ein herrliches Talent

und große Fertigkeit im Technischen entwickelte. In seinen An-

sichten offenbart sich ein treues Studium der Natur und ein glück-

licher Sinn für schöne Anordnung. Auch mehrere Landschaften in

Wässerfarben hat man von seiner Hand.

Ein großes geätztes Blatt stellt einen griechischen Tempel im englischen Garten zu München vor, 1700 gefertigt und seinem Gönner, dem Professor und Buchhändler Strobel zugeeignet. Man hat davon auch zweite Abdrücke in Lavismanier mit Mondbe- leuchtung, und im Vorgrunde sind an der Stelle des Herrn mit der Dame einige Gesträuche, ;

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_FYTrAAAAMAAJ