Garnier, Noel, einer der ersten französischen Kupferstecher , aber mittelmässig in seiner Kunst. Sein Geburtsjahr kennt man nicht, und die Angabe bei Huber und Joubert, dass Noel um 1520 gebo- ren sei, beruht auf keinem historischen Grund. Er scheint Gold- schmied gewesen zu sein, der indessen als Zeichner nicht sehr zu rühmen ist. Seine Blätter beweisen, dass zu jener Zeit die deut- sche Stecherkunst auf einer viel höheren Stufe gestanden, als die französische, die vor Garnier wenig geübt worden zu sein scheint. Einige halten diesen Künstler auch für den ältesten Stecher Frank- reichs, der schon zu Anfang des 16ten Jahrhunderts arbeitete, und folglich muss er früher geboren worden sein, als Huber und Jou- bert glauben.
Garnier bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke eines Mo- nogramms, und auch seinen Namen setzte er auf die Blätter. Ein figurirtes Alphabet, welches Figuren und Laubwerk vor- stellt.
Eine Sammlung von Figuren in 48 Blättern, welche Künste und Handwerke vorstellen. Ein kleiner Fries, welcher einen Kampf von nackten Männern vorstellt, im Geschmacke H. S. Behams, von Struth erwähnt. Der Name Noel soll sich auf einem Väfelchen finden. St. Anton im Lesen begriffen, Copie nach Dürer, von Bartsch unter den Blättern anonymer Meister aufgeführt. P. gr. VIII. 10. Dieser Schriftsteller hält das G (Initial des Namens Garnier) für ein S. Malpe glaubt, dass Garnier mehrere nach Dürer geprägte Blätter hatte. Ticozzi lässt diesen Künstler erst um 1620 geboren werden.
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