Fyt, Johann

Fyt, Johann, Maler und Kupferstecher , wurde zu Antwerpen 1625 geboren. Dieser Künstler, einer der grössten seiner Zeit, malte Thiere jeder Art mit Meisterhand. Er war ein fleissiger Beobachter der Natur, und diese stellte er, in allen Theilen mit der grössten Genauigkeit dar. Täuschend sind die Haare und Federn seiner todten Thiere; selbst in der heftigsten Bewegung wie dem Leben entnommen, und vollkommen richtig gezeichnet. Seine Färbung ist kräftig, und alles mit einer ausserordentlichen Leichtigkeit und Kühnheit ausgeführt. Die gewöhnlichen Gegenstände seiner Darstellung waren Wildschweine, Hasen, Hunde, Früchte, Blumen, Vögel, und mit frappanter Wahrheit malte er die Reb- hühner. Seine Blumengemälde sprechen ausser der lebendigen Frische auch durch die genaue Nachahmung der marmornen Vasen und der Basreliefs an. Bilder von seiner Hand findet man in den Gallerien zu München , Wien , Düsseldorf u. s. w.

Das Todesjahr dieses Künstlers kennt man nicht.

Man hat von Fyt auch zwei Folgen von Blättern, und darunter sind die Hunde Meisterstücke, von solcher Vortrefflichkeit, wie seine Gemälde. Diese Blätter sind mit leichter und geistreicher Nadel in malerischer Manier behandelt. Alle sind jedoch nicht gleich vorzöglich; einige sind nicht so geschmackvoll und correct gezeichnet, als die andern.

Verschiedene Thiere, 8 Bl. H.2 Z.6L., Br.3 Z.2.5 —7L Zwei Böcke, ein Ochs, ein Pferd, ein liegender Hund, eine lie- gende Kuh nach rechts gerichtet, der Wagen am Baume, eine lie- gende Kuh en face, zwei Füchse. — Es gibt Abdrücke vor der Schrift, vor der Jahrzahl und vor der Adresse, die Bartsch un- bekannt blieben. Eine solche Folge ist in Weigel’s Catalog I, S. 49 für 18 Thl. angesetzt;

Die Hunde, eine Folge von 8 Bl. H.5 Z.7 L., Br.8 Z. Sie hat folgenden Titel: AlNFI, ®0 sig. *® mio et Prone. Coll. MO il sig. ”® Don Carlo Guasco Marchese di Solario — — — Alzatia,

In segno del suo ossequio dedica Gio. Fyt con Privillegg. ° 1642. Unten rechts steht: Joannes Fyt pinxit et fecit,

Mitte: A Paris chez van Merlen rue St. Jacques à la ville d’An- vers. Avec privil. du roy. 1667. Diese zweiten Abdrücke haben ebenfalls den Namen Fyt.

Die dritten Abdrücke sind mit dem Namen Sneyders bezeichnet und auf dem Titel sind die Worte: In segno- — — Privillegg. ° ‚ 1642 unterdrückt, und mit folgender Inschrift ersetzt: Livre d’a- nimaux. Peint et grave par Sneyders, was Sneyders heißen soll. Die Worte Joannes Fyt pinxit et fecit auf dem Titel und der Name Fyt auf den Blättern ausgelöscht. } M. Schmid hat 4 Bl. copirt. Nach der Angabe im Cabinet Paignon Dijonval p. 142. Nr. 3882 ‚gehört dem J. E. t noch ein anderes Blatt an, das mit Jo. Fy., be- zeichnet seyn soll, und welches Bartsch nicht kannte. Es stellt eine Landschaft vor und in der Mitte zwei Hunde, die nach rechts hin drei Hasen verfolgen. Im Vorgrunde hält ein Hund den Ha- sen am Halse und im Grunde sind Bäume. H. 8 Z. 8 L., Br. 14 Z. 6 L.

Auch Zeichnungen finden sich von Fyt, in Kreide, mit der Fe- der, aquarellirt.

G.

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