Füssly, Hans Rudolph. — Füssly

Füssly, Hans Rudolph. — Füssly, Heinrich.

Reisen in Slavonien, Dalmatien und Croatien, um Messungen anzustellen und statistische Notizen zu sammeln. Im Jahre 1780 wurde er von Joseph II. bei dem Geschäfte der Steuer-Regulirung aller ungarischen Provinzen als Ober-Ingenieur der Syrmier-Gespannschaft angestellt, und bald darauf zum Präsidenten der Steuer- Commission dieser Gespannschaft ernannt. Nach dem Tode des Kaisers wurde das Steuerregulirungsgeschäft aufgehoben und die Besoldung hörte auf, was den Künstler in eine unangenehme Lage versetzte, und ihn zwang in Wien eine Hofconzipisten-Stelle an- zunehmen. Zu dieser Zeit verfertigte er mehrere Zeichnungen zu Blumauer’s travestirter Aeneis, aber Schwäche der Augen hinder- ten ihn an der Fortsetzung seiner Kunstübungen.

In späterer Zeit beschäftigte er sich mit der Bearbeitung eines Kritischen Verzeichnisses der besten Kupferstiche nach berühmten Malern aller Schulen, wovon nur die ersten vier Theile fertig wurden. Die holländischen, französischen, englischen und deutschen Maler fehlen.

Die Herausgabe dieses Werkes, das von 1708 bis 1806 erschien, trug dazu bei, dass seine Talente und Kunstkenntnisse in Wien immer mehr erkannt wurden, so dass er 1800 vom Grafen Kobenzel den Auftrag erhielt, eine den Bedürfnissen junger studierender Künstler angemessene Bibliothek und Kupferstich-Sammlung an- zulegen und zum Archivar der Akademie gewählt wurde.

Im Jahre 1790 entschloss er sich, ein Journal der bildenden Künste für die österreichischen Staaten herauszugeben, wovon aber nur zwei Stücke erschienen.

Rudolph Füssly starb 1806.

Man legt ihm außer den erwähnten Vignetten noch folgende ge- ätzte Blätter bei:

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