Füssly, Hans Pudolph, Zeichner, Kupferstecher und Maler, ge- boren zu Zürich 1737, der Sohn des Johann Caspar, erlernte die Kunst unter Anleitung seines Vaters, und half diesem die Zeich- nungen zu dem Hedlinger’schen Medaillenwerke verfertigen, das nachher Haid in Augsburg in Kupferstichen herausgab. Er radirte auch mehrere Porträts und Vignetten zum ersten Bande der Ge- schichte der Schweizerkünstler, und malte verschiedene Sachen in Öl, worunter sich vorzüglich das Gemälde mit Spielern auszeich- net, welches an der Spitze des fünften Neunjahrstückes der Künst- lergesellschaft in Zürich (1800) von Hegi gestochen ist.
In seinem 28. Jahre kam Füssly nach Wien, um sich in der Kunst zu vervollkommnen, war aber aus Mangel an Unterstützung gezwungen, schon nach einem Jahre die betretene Bahn zu ver- lassen und beim Grafen von Pallasch in Pressburg eine Sekretär- stelle anzunehmen;
Man hat aus dieser Zeit nur wenige Charakter-Zeichnungen der Slavonischen und Ungarischen Nation, die er für einige Magna- ten zeichnete. Im Jahre 1771 kehrte er nach Zürich zurück und fertigte auch dort einige Zeichnungen, worunter sich zwei im gröss- ten Formate auf blauem Papier getuscht und mit Weiss gehöht, be- sonders auszeichnen. Die eine stellt eine slavonische Hochzeit, die andere die bei diesem Volke gebräuchliche, unmenschliche Strafe des Spiessens vor. Nach einigen Monaten begab sich der Künstler wieder nach Ungarn und heiratete dort eine adeliche Wittwe, trennte sich aber bald wieder durch eine freiwillige Scheidung auf immer von ihr. Später wurde er in einer ungarischen Staatskanz- lei als Geometer angestellt, und machte aus Auftrag der Regierung
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