Furtenbach, Joseph

Furtenbach, Joseph, Maler und Architekt . Sohn des obigen, wurde 1632 geboren. Er sollte sich den Wissenschaften widmen, fand aber größere Lust am Zeichnen und Malen und so über- gab ihn der Vater dem Jonas Arnold zum Unterrichte in der Kunst.

Seine Zeichnungen fanden bald Beifall und auch seine Bildnisse in Öl wurden geschätzt, allein später scheint er sich nur mehr mit der Kupferstecherei befasst zu haben. Er radirte die Kupfer für seine Schriften, und auch andere Blätter muss er gefertigt haben. Auf Joseph Furtenbach deutet man das Monogramm auf einem Blatte, welches die Tugenden und Laster vorstellt, qu. fol. Ein anderes Blatt, welches ebenfalls dem J. Furtenbach zugeschrieben wird, stellt einen Frauenkopf vor, dessen Haare mit einem Bande befe- stigt sind; geätzt und mit I, F. 1648 bezeichnet, H. u. Br. 3 Z. 1 L. Dieses Blatt könnte dem jüngeren Furtenbach wohl angehören, aber jenes mit den Tugenden rührt vielleicht von Jonas Ar- nold her, und da wo Furtenbach als Zeichner genannt ist, kann auch der ältere Künstler dieses Namens verstanden werden.

Der jüngere Furtenbach hinterließ mehrere schöne Zeichnungen, die mit Fleiß und Genauigkeit ausgeführt sind. Dieser Künstler starb 1655.

Wir verdanken ihm folgende Werke:

Mechanische Reissladen, Augsb. 1644 mit K, 4.; Kirchengebäude Augsb. 1640 I. Th. 4.; deutsches Schulgebäude, Augsb. 1649 II. Th. 4.; Meyerhofsgebäude, Augsb. 1649 II. Th. 4.; Gewerb- und Stadtgebäude, Augsb. 1650 IV. Th. 4.; Gottesackergebäude, Augsburg . 1653. V. Th. 4. Die Kupfer sind überall von ihm gezeichnet und radirt. Garten-Pallästlein-Gebäude. Seine Hochzeithaus-Gebäude gab 1602 Gabriel Furtenbach Philos. stud. heraus. Eben dieser veranstaltete 1666 mit Joh. Baptist Furtenbach eine Ausgabe vom Inventarium des älteren Joseph Furtenbach.

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