Furini, Franz

Furini, Franz, Historienmaler und Sohn des obigen, wurde 1604 geboren. Man hält ihn für B. Franceschini’s Schüler, der für den Lanfranco der florentinischen Schule erklärt wird, und Furini soll der Guido und Albani derselben seyn. Desswegen wurde er nach Venedig berufen, um als Gegenstück zu Guido’s Europa eine Thetis zu malen. Indessen ist er kein Nachahmer dieser Meister; im Gegenteil selbstständig. Seine Handfertigkeit war gar bedeutend, aber bei der Conception überlegte er lange, um in den Motiven nicht an seine Vorbilder zu erinnern. Er war bereits 40 Jahre alt, als er den geistlichen Stand ergriff, ohne jedoch seine Kunst aufzugeben. Noch als Pfarrer von Mugello malte er im Flecken S. Lorenzo treffliche Bilder, unter denen man besonders die Stigmatisation des heil. Franz bewundert, und von der Himmelfahrt Marias sagt Lanzi, dass die Heilige alles Irdischen entkleidet, wirklich zu fliegen und zu leuchten scheine. Seinen Ruf gründete er durch Cabinetsstücke, von denen die meisten nach Florenz kamen. Sehr berühmt ist der von den Nymphen geraubte Hylas, den Furini für das Haus Galli malte. Sehr häufig malte er Nymphen und Magdalenen, die nicht viel mehr verschleiert sind, als die Nym-

Diese Staffeleibilder wurden oft copirt und nachgeahmt, die Copien haben aber öfter nachgedunkelt während Furini’s Bilder sehr frisch und zart sind, so wie seine weiblichen Körper. Mehrere seiner Werke wurden gestochen; von J. E. Mansfeld Tancred’s Tochter, von Ardell die Elisabetha Boccaccio in Schwarzkunst; von Vascellini eine büssende Magdalena; von W. Vaillant eine Venus etc. Auf letzterem Blatte heißt der Künstler irrig Fareris. Auch L. Lorenzi, F. Gregori, A. Schweikart, Prenner haben nach ihm gestochen. Er selbst stach zwei Blätter für eine

  • Sammlung nach G. Manozzi’s Fresken im grossherzoglichen Pal- laсте zu Florenz.

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