Fröhlich, Ernst, geboren zu Kempten im bayerischen Oberdonau- kreise im Jahre 1810, fühlte schon früh in sich den Beruf zur Kunst, wie er denn schon während seiner Gymnasialstudien, die er in München vollendete, sprechende Beweise seines schönen Talen- tes ablegte. Er besuchte die Akademie in München, widmete sich Anfangs dem Historienfache, trat aber später zum Genrefach über. Aus dieser Zeit existieren mehrere Pferdebildchen u. a., die sich in den Händen von Privaten befinden, und von seinem vielseitigen
Talente zeugen. Einen besondern Hang fühlte er zur heitern, lau- nigen Satyre, die sich in den vielen Kompositionen, welche sich in den Händen seiner nahen und fernen Freunde befinden, so trefflich ausspricht. Mit einem frohen, offenen Sinn und richtiger
Beobachtungsgabe, im Genusse der freien Natur und der Freund-.
schaft hat er seinen Umgebungen die launigen Situationen abge-
Jauscht und mit seiner Künstlerhand der Erinnerung seiner Freunde
aufbewahrt. Treffender Witz, muntere, manchmal derbe, nie beis-
sende Satyre charakterisieren diese epigrammatischen Blätter unsers
Künstlers. Auch im Gebiete der freien, ungebundenen Arabeske
hat er sich mit Glück versucht und durch mehrere Kompositionen
zur Ausstattung von Büchern beigetragen. Er beschäftigt sich jetzt
viel und hauptsächlich mit Lithographie . Viele seiner Zeichnun- gen sind mit einem Monogramme bezeichnet, das jenem des trefflichen E. Fries gleichet, und daher könnten beide verwechselt
werden.
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