Frisch, Johann Christoph, Historienmaler, geb. zu Berlin 1737, gest. daselbst 1815. Sein erster Lehrer war B. Rode und für seine weitere Ausbildung war ihm Marquis d’Argens behülflich, indem ihm durch dessen Vermittlung die Bildersäle zu Sanssouci geöffnet wurden. Später reiste er mit dem Marquis nach der Provence , und von da nach Rom , wo er mehrere Jahre seiner Ausbildung oblag. Er copirte vieles nach Rafael und nach der Antike, und so gründete er sich bei fortwährend redlichem Streben den Ruf eines geschickten Künstlers. Nach seiner Rückkehr wurden ihm bedeu- tende Aufträge zu Theil, und die Zahl seiner schätzbaren Werke ist nicht geringe.
Diese bestehen neben mehreren geschichtlichen Staffeleigemälden und Portraiten in Plafondstücken in den k. Schlössern. Auch Eh- renstellen wurden ihm zu Theil; so wurde er Rektor und Hofmaler , 1802 Vicedirektor und nach Meil’s Tod 1805 Direktor .
In dieser Eigenschaft verdankt die Akademie seiner thätigen Lei-
tung vieles. Er ist bekannt durch eifrige Erfüllung seiner Amts- pflichten und durch Herzensgüte.
Frisch malte die Porträts zweier preußischer Könige in Lebens- größe und andere ausgezeichnete Männer seiner Zeit. Einreiches Verzeichnis seiner Werke findet man in den Catalogen der Kunst- ausstellungen zu Berlin und hier sind sie auch genau beschrieben. Im Speisesaal des neuen Schlosses zu Potsdam sind drei encausti- sche Malereien von seiner Hand, und einige andere Gemälde. Ein anderes Plafondgemälde führte er im Cavalierhaus, der ehemaligen Orangerie bei g Schlosssaal auf der Pfaueninsel zu Potsdam und ein solches malte er auch in der Eremitage des Gartens am heiligen See, die Nymphe der Gärten vorstellend. An der Decke des k. Schlafzimmers daselbst ist der schlafende Endymion von ihm gemalt.
Mit Burnat malte er den Saal des Ministers Heinitz. Hier sieht man gemalte architektonische Verzierungen, Basreliefs und antike Statuen, der Bronze nachgeahmt. Die Basreliefs stellen mytholo- gische Scenen dar.
Von seinen Ölgemälden stellen etliche Ereignisse aus dem Le- ben Friedrich’s des Grossen dar, in anderen sind die Gegenstände aus der Mythologie entlehnt.
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