Friedrich, Od. — Friedrich, Franz, Zeichner und Kupferstecher ,
in Diensten des Buchdruckers Eichhorn zu Frankfurt an der Oder,
von 1550–1570. Seine Lebensverhältnisse kennt man nicht, je-
doch verdient er das Prädikat eines geschickten Künstlers. Nicolai
zählt ihn in seinen Nachrichten von Berliner Künstlern auch unter die
Formschneider , weil sein Monogramm auf dem in Holz geschnit-
tenen Bildnisse des Dr. Jodokus Willich von 1550 steht; allein es
ist nicht bestimmt, ob das Blatt von Friedrich selbst geschnitten
ist. Sein Zeichen steht auch auf einem Blatte mit dem Branden-
burschen Wappen, und auf zwei andern, welche den Churfürsten
Sachsen II. vor einem Crucifixe und den Churfürsten Johann Georg
vorstellen. Die drei letzteren dieser Blätter sollen auch P. Hille’s
Monogramm tragen, des Formschneiders. Sie finden sich in der
bei Eichhorn gedruckten Augsburger Confession.
Man verdankt ihm mehrere Kupferstiche, deren die Mehrzahl
mit F. frider. fe. bezeichnet sind, besonders Bildnisse.
Die Figur Witekind’s, Königs von Sachsen, in einer Nische, 1581.
Das Wappen des Königs, 1581. H. 9 Z. 4 L., Br. 4 Z. 5 L.
Diese beiden Blätter stellen Witekind’s Epitaphium vor, mit In-
schriften. Sie finden sich auch in dem Werke: Opuscula varia
de Westphalia, ejusque doctis aliquot viris. Edita et notis illust.
A. J. Goes Westphalo. Helmstedtii MDCLVII.
Das Portrait des Erzbischofs Heinrich Julius von Braunschweig,
Halbfigur, mit sechs Wappenschildern umgeben. Mit deut-
scher Inschrift. H. 8 Z. 11 L., Br. 6 Z. 1 L.
Das Bildnis Ludolph Schrader’s 1581, in der Seidel’schen Bil-
dersammlung.
Churfürst Joachim III., 1570, F. frider. fe.
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