Freudenberger, Sigmund

Freudenberger, Sigmund, Maler und Kupferstecher , geb. zu Bern 1745, gest. 1801. Dieser treffliche Künstler lernte bei E. Handmann, bis er 1765 mit A. Zingg nach Paris ging, wo er mit Wille, Halleg, Boucher, Greuze und Roslin Bekanntschaft machte, jener Männer, die zu ihrer Zeit bedeutenden Einfluss hatten; aber auch Freudenberger genoss in seinem Vaterlande bedeutenden Ruf. Anfangs beschäftigte er sich mit Bildnismalen in Öl und Pastell , und man findet von seiner Hand gemalt mehrere Damenbildnisse. Hierauf malte er Genrestücke im Geschmacke Lancret’s und Watteau’s, und diese Bilder fanden damals vielen Beifall. Zuletzt kam er auf den Einfall, verschiedene Scenen aus dem Leben der Schweizer in leicht geätzten und von ihm selbst fleissig colorierten Blättern herauszugeben, in denen aber die Figuren seiner ländlichen Bewohner nur zu oft das Gepräge der Affektation der französischen Hauptstadt an sich tragen, und daher heißt es im Journal des Luxus und der Moden, er habe die Mädchen aus Boucher’s Fabrik in Oberhassliche Kleidung gesteckt; Doch ist er nie unedel, geschickt in charakteristischer Auffassung, korrekt in der Zeichnung, und besonders liebte er naive Gestalten, denen man aber in ländlicher Tracht die Raffinerie des Städtelebens ansieht; doch ist sein Ruhm nicht unverdient. Zu seinen schönsten, ausgemalten Blättern gehören:

Le retour du faucher, 4.

La balangeuse, das Gegenstück,

Le départ du soldat suisse de son pays,

Le retour du soldat suisse, Gegenstück, qu. fol,

La toilette champêtre, 4.

La propreté villageoise, Gegenstück,

Les chaânteuses du mois de mai, kl. 4.

La petite fête imprév ue, Gegenstück,

La fileuse villageoise.

La devideuse rustique, Gegenstück, kl. 4. Le villageois content, 64 Z. hoch, 9 Z. breit.

Les soins maternels, Pendant,

La visite au chalet. H. 8½ Z., Br. 11 Z.

Le retour du marché. Gegenstück.

Le repas rustique, beinahe in gleicher Grösse,

L’hospitalité suisse; Gegenstück, 31°.

Dieses war Freudenberger’s letzte Arbeit, die Lafond nach der Originalzeichnung ätzte und ausmalte. Lafond gab noch mehrere Blätter im Geiste seines Lehrers Freudenberger heraus. Es arbei- teten auch andere Künstler nach seinen Werken, wie Romanet, Ingouf, Düclos, Linge, F. N. König etc., S. auch Dunker sen. über das Heptameron francais.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_WYPrAAAAMAAJ