Freminet, Martin

Freminet, Martin, Maler von Paris und der Sohn eines mittelmäßigen Künstlers, der ihm den ersten Unterricht ertheilte. Doch kam er bei Zeiten nach Italien , wo damals der Ritter von Arpino und Michel Angelo Merigi den Geschmack beherrschten und eine Schaar von Anhängern erweckten. Freminet hielt sich indessen mehr zu Michel Angelo Buonarotti’s Manier und auch Parmesano wählte er zum Muster. Nachdem er mehrere Jahre in Rom und Venedig verweilt hatte, ging er nach Paris zurück, wo ihn jetzt Heinrich IV zum Hofmaler ernannte. Auf Geheiss dieses Königs begann er die Malereien der k. Capelle zu Fontainebleau, die aber erst unter Louis XIII vollendet wurden, das Meisterstück des Künstlers, wofür ihm Ludwig der St. Michaelsorden ertheilte. Dieser Künstler starb im 52sten Jahre. Er war ein wissen- schaftlich gebildeter Mann, und auch in der Architektur und Perspektive wahrhaft erfahren. Als Zeichner ist er gelehrt, und präzise in Verkürzung, in Andeutung der Muskeln und in der Stellung seiner Figuren. Er suchte überall den grossen Michel Angelo nachzuahmen, doch blieb er nur an dessen Aussenseite haften, und selbst ein Verehrer der Fehler desselben. Es wurde auch einiges nach ihm gestochen.

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