Freidhoff, Johann Joseph

Freidhoff, Johann Joseph, Kupferstecher, geboren zu Heggen in Westphalen , gest. zu Berlin 1818. Er genoss in einigen Klosterschulen eine wissenschaftliche Bildung und auch die Universität Bönn besuchte er ein Jahr lang; worauf er als Landcommissariats-Secretär zu Uerdingen angestellt wurde. Jetzt konnte er auch seinem angebornen Trieb zur Kunst mehr folgen und er zeichnete mit Eifer nach Kupferstichen und anderen Vorlagen. Endlich wurde es ihm 1791 möglich, sich ausschliesslich der Kunst zu widmen und nun begab er sich nach Düsseldorf zum Kupferstecher J. G. Huck.

Im Jahre 1794 reiste er mit diesem Künstler nach Hildesheim , wo der Graf von Brabeck einige Gemälde von ihm stechen liess, und mit dem Plan umging, mehrere geschickte Kupferstecher Deutschlands zu vereinigen, um durch ihre Arbeiten nach den schönsten Gemälden seiner Galerie und anderer Sammlungen einen bedeutenden Kunsthandel zu errichten. Zur besseren Ausführung seines Plans verlegte er im folgenden Jahre die Anstalt nach Dessau , sich unter dem Namen der chakkographischen Gesellschaft ein Institut bildete, dass sich durch verschiedene treffliche Kupferstecher in allen Manieren ausgezeichnet hat. Freidhoff war bis einer der tätigsten Arbeiter an dieser Anstalt; im bezeichneten Jahre aber ließ er sich in Berlin nieder, wo er einige der vorzüglichsten Gemälde der Gallerie in Schwarz kunst bekannt machte. Von Berlin aus machte der Künstler eine Reise nach Holland und Pa-

  1. Um seine Kenntnisse zu bereichern, und 1805 wurde er Professor und Mitglied des Senates der k. Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften zu Berlin.

Freidhoff fertigte viele schätzbare Blätter in schwarzer Manier, worin er den Ruf grosser Geschicklichkeit sich erwarb.

Venus, nach Dominichino,

Der Wasserfall, nach Ruysdael, ein Hauptblatt der Schabkunst.

Sappho, nach Nahl.

Joseph’s Flucht vor Putiphar’s Frau, nach Cignani.

Das Brustbild des Heilandes, nach H. Carracci.

Maria mit dem Kinde, nach Correggio.

Der Tod des Germanikus, nach Poussin. Ein schünes Blatt, im guten Drucke ohngefähr 8 Thlr.

Zwei Landschaften mit Vieh, nach W. Kobell.

Der Tanz der Bacchanten, nach Langenhöfel.

Angelica und Medoro, nach Rotari.

Die Grablegung Christi, nach Dominichino.

Der Knabe Achilles im stygischen Wasser gehärtet, nach Rotari.

Der Kampf des Herkules mit dem Löwen, nach Rubens.

Die Bettlerin, nach Rembrandt.

Das Kind mit dem Hunde, nach Weitsch.

Alexian wird im Vestatempel zu Arca zum Cäsar ernannt, nach dem berühmten Gemälde von G. Lairesse. Ein wohlgerathenes mit Sorgfalt ausgeführtes Blatt. H. 29 Z., Br. 19 Z.

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