Frans van Eynden, Maler, wurde zu Nijmegen 1604 geboren, von einer Züricher Familie abstammend, die sich „am Ende“ nannte, die aber in der Folge in das Gulikerland zog. Frans van Eynden lernte das Zeichnen und Glasmalen in seiner Vaterstadt, kam dann zum Landschaftsmaler Romborgh in die Lehre, und suchte zuletzt auch in der Werkstätte des Elias van Nijmegen Beschäftigung. Hier malte er Tapeten, Supraporte, Ofenschirme u. dgl., und blieb einige Jahre in der Fabrik dieses Meisters, bis er sich geschickt genug fühlte, selbstständig aufzutreten. Jetzt liess er sich zu Rotterdam nieder und ergab sich demselben Kunstbetriebe, wie sein Meister Elias, nur nicht in dieser Ausdehnung. In den letzten Jahren zog er in seinen Geburtsort und fertigte auch hier noch verschiedene Gemälde, bis ihn 1742 der Tod überraschte. }
Frans van Eynden malte gerne arkadische Landschaften, die er im Geschmacke des Jan van Huysum behandelte, doch weniger aus- führte. Seine Heerden weiden unter klarem und heiterm Himmel und die dünnen Wolken sind vom Sonnenlichte beschienen und spie- geln sich im klaren Bache. Die Gründe zieren abwechselnd ver- schiedene Bäume, die er mit meisterhaftem Pinsel darstellte. Das Ganze ist klar und leuchtend von Farbe, Besonders schön sind die Ruinen und Grabmonumente, womit er seine Landschaften zierte, und auch die Figuren sind gut gezeichnet.
Dieser Künstler lebte sehr zurückgezogen, und daher wurde er weniger bekannt als seine Zeitgenossen. Auch schrieb er seinen Namen höchst selten auf die Bilder, weshalb viele unbekannt blieben oder andern zugeschrieben wurden.
Mehrere seiner Bilder hat der Maler Preijt vollendet. Von sei- nen Tapeten mit Landschaften werden wenige mehr übrig sein, Zeichnungen von ihm aber finden sich noch in den Cabineten zu Rot- terdam und Amsterdam. Auch ist von ihm nach eine Abhandlung über die Glasmalerei vorhanden. Van Goyen übergeht diesen Künst- ler und auch bei Füssly und Fiorillo fehlen die Maler van Eynden. Ausführlich handelt über diesen Frans van Eynden Roeland van Eynden in der Geschiedenis der vaderland. Schilderkunst I. 308 ff.
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