Frankfurt kam, so wie er denn unermüdet theils für seine Wohltäterin, theils für den erwähnten Kunstfreund arbeitete, mehres
AD Gemeinschaft mit Koch. Jetzt warf ein gefährliches Fieber ihn
d $£‚_dér'lirénkénlager, aber seine Natur und tröstende Hoffnung
„L, siegte ‚_v‚1éq1: das Vebel; und gab den Künstler der erneuten Thätig-
Kkeit zurück, . Er vollendete in kurzer Zeit zwei Landschaften, die
a £hm allein, namentlich die zweite, eine bedeutende Stelle unter seinen le-
„.„benden Kunstgenossen sichern würden. Die eine stellt eine Burg in
8il 3£1_3ng hohen Gebirgslandschaft mit historischer Staffage vor, und
r m‚aädßre„ ohngefähr 5 Fuss breit, zei;ä eine gebirgige und fel-
„1. 8ige Landschaft. mit Wasserfall. Eine Hirtenfrau trägt auf dem
„ Arme. ein _scänläfe_ndes Kind, und ein Knäblein geht ihr zur Rechten.
eiten.
E ; 3 . ® ° ; Hinter, derselben; erscheinen zwei Hirten, von denen der eine das
;4, Portrait, seines Freundes Hofmann seyn soll. Rechts gehen durch ‚eine enge Gasse fünf Pilger. Dieses treffliche Bild kam in den
nesi}'z‚ der G;os'shgrz‚pgin‚ seiner Gönnerin., Diese Arbeiten erwar-
ben dem Künstler in Rom Achtung, und man suchte seine Be-
‚‚kanntschaft. Der Kronprinz Ludwig von Bayern, der jetzt als
„ Köonig der Kunst in München glänzendenden Schutz verleiht, besuchte
ihn„£-gfmal‚ und ‚]lud ihn sogar zur Tafel. Bei den Feierlichkei-
ten‘, die diesem kunstliebenden Fürsten zu Ehren veranstaltet wur-
den,. verfertigte Fohr die transparenten Gemälde; ‘ drei Landschaften
‚‚nebst, der grossen Eiche; Cornelius, Veit und Overbeck malten die
Figuren, Ludwig war überrascht durch diese Werke und rief
‚_F9%r zu sich, trank mit ihm ein Glas Wein, drückte ihm noch
beim Einsteigen in den Wagen die Hand unter den bedeutungs-
‚vollen Worten: ‚, Wir sehen uns wieder; wir gehören uns näher
an.‘“ Allein das Schicksal wollte es anders. Nachdem Fohr noch
ein Gemälde für die Frau von Humboldt vollendet hatte, beschloss
er die Gegenden des südlichen Italiens und Siciliens zu sehen und
dann, in cFic Heimath zurückzukehren, wo ihn Eltern und Freunde
mit e!u;gucht erwarteten. Alle diese Plane scheiterten in der Tiber,
wo der Künstler den 29. Juni 1818 im Angesichte seiner Freunde
Barth, Amsler und Rambo beim Baden ertrank, ohne dass diese
ihn?: retten konnten. I
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