François, Peter Joseph

François, Peter Joseph, Historienmaler , der 1780 zu Namur geboren wurde. Er lernte die Anfangsgründe der Kunst zu Char- leroi bei Blocq, dann zu Antwerpen bei Lens, und hier blieb er acht Jahre, während welcher Zeit er alle ersten Preise gewann. Im Jahre 1778 ging er nach Rom , wo er bis 1781 verweilte. Jetzt besuchte er noch mehrere andere Städte Italiens, durchwanderte Deutschland , und kam endlich wieder zu Antwerpen an. Hier malte er für H. Vinck einen Cyclus aus der Fabel der Venus, ging aber 1780 zum zweitenmal nach Italien , und hielt sich noch 1782 in Rom auf. In dieser Stadt malte er für den Prinzen Lambertini die Madonna vom Rosenkranze, die jetzt in einer Kirche bei Bo- logna zu sehen ist. Eine Darstellung des Fegfeuers hing der Prinz in seinem Schlafgemache auf. Endlich liess sich François in Brüs- sel nieder, wo er Professor an der Akademie der Künste und am Athenäum wurde.

Zu den besten Werken dieses Künstlers gehören die Vorstellun- gen aus der Mythe des Bacchus, die er mit Lens im Salon de Revenz malte; ferner die mythologischen Darstellungen im Ca- binet des H. Segers-Kint, besonders der Raub der Europa . In einem Saale des H. Bemberg zu Köln malte er die Geschichte des Herkules nach Art eines Basreliefs und in Brüssel sind die vier Evangelisten in der Kirche der Minimen zu erwähnen. Im Schlosse zu Laeken sind mehrere seiner kleineren Bilder und in St. Mi- chael zu Gent ist seine Himmelfahrt Mariä. Seine Darstellung der Fabel der Psyche in Form eines Frieses im Saale des Architekten Pisson ist in de Bast’s Annales du Salon de Gand p. 82 abgebil- det. Ausserdem findet man von seiner Hand eine Anzahl Portraite und geätzte Blätter. Ein Heft stellt 24 Ansichten der Umgebung von Brüssel dar, und ein zweites von gleicher Zahl enthält ebenfalls An- sichten.

Dieser Künstler scheint noch am Leben zu sein. Wenigstens wurden noch 1830 die Bilder eines J. François als schön gerühmt.

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