Foucquieres, Jacques, Landschaftsmaler von Antwerpen , geboren 41580, gest. 1650. Sein Meister war Josse de Momper, dann J. Breughel und zuletzt fand er auch bei Rubens Eingang. Damals war Foucquieres schon ein tüchtiger Maler und besonders stark im Colorite, wesswegen Rubens durch ihn in mehreren historischen Bildern den landschaftlichen Hintergrund malen liess. . Von dieser Zeit an war sein Ruf gegründet. Der Herzog von der Pfalz be- rief ihn an seinen Hof, und nachdem er für diesen Fürsten mehreres ausgeführt hatte, ging er nach Italien , wo er in Rom und Venedig eine Zeit beständigt war. Endlich begab er sich nach Paris, wo ihm Ludwig XII. den Auftrag ertheilte, zwischen den Fenstern der grossen Gallerie des Tuileries die vornehmsten Städte von Frankreich zu malen. Bei dieser Gelegenheit kam er mit Poussin in Berührung; der in seiner Gründlichkeit an diesen Verzierungen nicht Geschmack finden wollte, Poussin suchte der Sache eine andere Wendung zu geben, allein sein Verdienst konnte doch nicht durchdringen; so muss es dem Charletanerie weichen. Foucquieres verband sich mit Vauet gegen Poussin, so dass dieser, der Plage überdrüssig, Paris verließ und nie mehr nach Frankreich zurückkehrte, i HET ET Indessen haben diese beiden Meister die Kunst eines Poussin keineswegs ersetzt, obgleich man dem Foucquieres Verdienst nicht absprechen kann. Er war ein tüchtiger Landschaftsmaler in Öl und Fresko, im Grossen wie im Kleinen. Er befliss sich eines genauen Studiums der Natur und daher sind seine Bäume ge- treue Copien derselben, doch einförmig im Laubwerk. Seine Fär- bung war schön und frisch und diese bestach am meisten die Au- gen, obgleich sie zu sehr in’s Grünliche spielte. Doch wusste er auch eine Figur wohl zu zeichnen,
Bei solchem Glücke sollte man glauben, der Künstler habe sich Reichtum erworben, was jedoch nicht der Fall war. Er starb in Armuth, und daran ist lediglich seine Nobilisirung Schuld. Lud-
Im Jahr 1738 erhielt er in den Adelstand und jetzt schämte sich Fouquieres des Malers. Sein Adelstolz ließ ihn die Kunst verabsäumen; den er jetzt beständig trug, verschaffte ihm das, was der Pinsel gethan. Er setzte sich in den Kopf, er stamme von den berühmten Augsburger Fuggern ab, und jetzt vernachlässigte er seine hohen Ahnen, wo die Kunst gänzlich... Indessen, erzählt man von einem Maler Jakob Fugger, der nur mit dem Negern an der Seite vor der Staffelei sass; je diese Sage von dem einen auf den andern Künstler übergegangen, ist unbekannt. Die Sage von Fouquieres übertriebenem Stolze ist richtig, und, dass er ihn Poussin in den Antworten auf die Memoriale, die Fouquieres gegen diesen Künstler eingab, gewöhnlich den Baron Fouquieres nennt. Seine lächerliche Eitelkeit brachte ihn endlich in die Lage, bei einem Maler, Namens Sylvain, arbeiten zu müssen, und einer seiner Freunde, Mountague, Hess ihn auf eigene Kosten beerdigen.
Morin, A. und P. de Jode, Perelle, A, Voet und andere haben nach ihm gestochen. Er selbst hat mehrere kleine Landschaften geätzt, in seinen noblen Erholungsstunden.
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