Fontana, Lavinia

Fontana, Lavinia, Tochter und Schülerin Prospero’s, Zappi ge- nannt. Sie malte in Rom und Bologna Kirchenbilder, die im Colorite und im Style jenen ihres Vaters gleichen, doch ist sie ärmer an Gedanken. Sie erkannte auch ihre Mangelhaftigkeit, und deshalb suchte sie durch die Portraitmalerei berühmt zu werden, und hierin wird sie von Einigen sogar dem Prospero vorgezogen.

Sie vollendete die Köpfe mit grosser Geduld und auch in den Stoffen der Kleider ist sie getreu und geschmackvoll im Anzuge. Des- wegen suchten sie besonders die Putzsüchtigen römischen Damen, und auch Gregor XIII. ernannte sie zu seiner Malerin . Von großem Vorteil in der Kunst war ihr die Bekanntschaft der Carracci, indem sie jetzt mit so süßem Pinsel malte, dass manches ihrer Bildnisse für Guido’s Arbeit galt. Mit gleicher Feinheit malte sie auch

Cabinetstücke, neben andern die Königin von Saba auf Salomon’s Thron, ein Bild, das in die Sammlung des Marchese J. Zambe- cari kam. Hier sind der Herzog und die Herzogin von Mantua mit Herren und Damen des Hofes, prachtvoll gekleidet, vorgestellt.

„Es gibt auch in den Sammlungen noch viele Bildnisse von ihrer

Hand und besonders sprechend und lebendig ist jenes des Gra- fen Zappi in Imola und jenes des Prospero, den sie in hohem Alter malte.“

Lavina starb in Rom 1614 im 50. Jahre.

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