Foltz, Philipp , Hıterienmaler,‘geb. zw Bin ingen im Rheinlande 1803, Sohn!/eines Malers’im 'Portrmttache Hd Miniatur. /Er /beözog das Gyimnasitkm in Mmuz, abef der Han zur Kuhst, insonderheit. zur
Malerei und in dieser zur Geschichtsmalerei, blieb unaufhörlich vorherrschend in ihm. Seit seinem 15ten Jahr erhielt er sich selbst; er verschmähte es nicht, Zeichnungen für Singschulen, ja für Tabacksblätter, zu liefern, um nur selbstständig leben zu können. Die Compositionen zu Göthe’s Faust und aus den Nibelungen zogen den jungen Jüngling zu Cornelius, großartigem
Cornelius nach Düsseldorf . Aber diese für Foltz und für die Kunst so heilsame Begegnung kam damals nicht zu Stande. — Sechzehn J lithographirte Blätter aus Schiller’s Wilhelm Tell nebst andern viel versprechenden Entwürfen und Zeichnungen brachte Foltz mit, als er wenige Wochen nach der Thronbesteigung König Ludwig’s 1825 nach München kam. Eben keimte dort, unter den erfreulichsten Aussichten, wie seit drei Jahrhunderten, nimmer, eine neue deutsche Malerschule, national, religiös und historisch, Cornelius war an ihrer Spitze. Bald nach seiner Ankunft in München verwen- dete sich Foltz in der Glyptothek im Fresko unter Schlotthauer’s Anleitung. In den Arkaden des Hofgartens half er Schilchen eines der wohlgefälligsten Tableaux ausarbeiten, die Gründung der Erst-
Geburt und Untheilbarkeit Bayerns durch den weisen Albert IV.
Für sich allein lieferte Foltz des Churfürsten Max Joseph III. 1759 vollzogene Gründung der Akademie der Wissenschaften, eines der gelungensten Bilder der ganzen Reihe. Aus den den berühmtesten Dichtern des klassischen Alterthums, wie unsern Tagen, ent- nommenen Fresken des neuen Königsbaues, wurden Foltz und sei- nem Freunde Lindenschmitt Schiller zugewiesen. Aus diesem rei- chen Brunnen gab er zwei Bilder aus dem Tell, eines aus dem Wal- lenstein und von den Balladen den Taucher, den Ritter, Toggen- burg, den Grafen von Habsburg und die Kraniche, des Ibicus.
In der Ölmalerei, worin er es jetzt so weit gebracht hat, hat Foltz niemals einen Unterricht erhalten, er war sein eigener Lehrer und Schüler. Eines seiner ersten Oelgemälde war die für ihren todesmüden Vater Wache haltende Suliotin und verwundete
Griechen, im Besitz Ed. von Eichthal’s, dessen Eigentum die auf ihrer Alpe des geliebten Buben harrende Sennerin ist. Ein rüh- rendes Bild ist die Fischerin am Achensee, mit ihrem Kna- ben im Arm, beim Ausbruch eines Sturmes ihren eben in einem schmalen Nachen über den erbosten See heimkehrenden Mann ängstlich erwartend. Ein sehr gelungenes Bild, zwei Jäger im Gemsgebirge aus einer Höhle hervor auf das nahe Wild lauernd, ist im Besitz des grossen Künstlers, Generals von Heideck, und ein anderes höchst gediegenes Bild, ein von den Jägern an den Baum gebundener und von den Seinen wieder befreiter Wild- schütze, fiel in der Verlosung des Kunstvereins dem österreichischen Geschäftssekretär, Grafen Marogna, zu. Zwei der trefflichsten Bilder besitzt Graf Arco; die Sennerin mit dem Jäger in traulichem Gekose, und den Ritter und seine Braut, unter einer schattenrei- chen Buche vor dem Pförtlein der väterlichen Burg, von G. Bodmer sehr schön lithographirt. HCN
Im Jahre 1832 zeichnete er den Abschied König Otto’s von Gri- chenland, welchen G. Bodmer ebenfalls Lithographirt hat.
Gegenwärtig befindet sich Foltz in Italien.
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