Flipart, Johann Jakob

Flipart, Johann Jakob, Kupferstecher und Sohn des obigen,

wurde 1723 zu Paris geboren. Er bildete sich unter der Leitung

des L. Cars zum Kupferstecher , aber als Zeichner verdient er Acht-

ung, so wie er denn überhaupt unter die guten französischen

Künstler seines Faches zu zählen ist. Seine ersten Stiche sind in

einer breiten und kräftigen Manier gearbeitet, in der Folge aber

befliss er sich einer andern Weise, weil er stets am Gelingen sel-

ner Arbeiten und an seinen Talenten zweifelte. Er folgte jetzt

dem Urtheile Watelet’s, der die Stecherkunst für eine Art von ein-

färbiger Malerei erklärte. Flipart suchte daher seine Striche zu

verbergen, da sie immer weisse Zwischenräume bilden, welche die

Harmonie mehr oder weniger stören. Darum übte er zuvor seine

Flatten, die er mit sehr engen Strichen zweifach und dreifach und sogar mit Punkten überarbeitete, so dass die Platte auf dem Aetz- grunde schon beendet zu sein schien. Um nun diese vielfältigen Striche benutzen zu können, ätzte er sie sehr leicht mit Aetz- wasser und wiederholte sie mit dem Grabstichel mit großer Ge- duld. – Er lieferte in dieser Manier schätzbare Blätter, sowohl wegen der Reinheit der Zeichnung, als wegen der trefflichen Wirkung.

Flipart war von sehr sanftem Charakter und äußerst bescheiden.

Im Jahre 1755 nahm ihn die k. Akademie unter die Zahl ihrer Mitglieder auf, und 1782 starb er.

Die heil. Familie, nach Giulio Romano’s Bild in der Dresdner Gallerie, gr. fol.

Dieses ist eines der ersten Blätter des Künstlers, in sehr gutem Geschmacke gestochen.

Adam und Eva. nach dem Falle vor dem ewigen Vater, nach Ch. Natoire, gr. fol.

Aeneas überreicht dem Aeneas die Waffen, nach demselben, gr.

o110;

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_WYPrAAAAMAAJ