Flind, Paul — nicht Flynt

Flind, Paul — nicht Flynt, wie ihn Einige schreiben, war Kupferstecher und vermuthlich Goldschmied zu Nürnberg ; daher heisst er auch Paul von Nürnberg und dahin sind die Buchstaben

P. V. N. in seinen Blättern mit Pokalen, Bechern, Kannen etc.

zu deuten. Man hält ihn für den Erfinder der Punzenmanier oder

des sogenannten Opus Mallei. Man bedient sich nämlich eines

Hammers, um Punkte auf die Platte zu schlagen, stark oder leicht,

je nachdem es die Stärke des Schattens erfordert. Man hat von

seiner Hand eine Folge verschiedener Köpfe, mit der Punze

gefertigt, welche die Initialen P. F. gestochen, oder mit kleinen

Punkten ausgedrückt, enthalten. Flind gab auch Blätter mit Ara-

besken heraus, ebenfalls in Punzenmanier, und Bartsch Anlei-

tung etc. I. 527 sagt, dass er 1618 zwanzig Blätter mit Vasen be-

kannt gemacht habe, die jedoch ohne Geschmack gezeichnet und

schlecht punzirt sind. Hier scheint von zwei Künstlern dieses Na-

mens die Rede zu sein, wenn Paul Flind um gestorben ist,

wie Lipowsky in seinem bayerischen Künstler-Lexicon angibt.

Nach diesem Schriftsteller arbeitete Flind schon 1562, während er

nach Andern erst um 1570 geboren wurde.

Dreizehn radirte Blätter mit Figuren in Landschaften, die Mo-

nate vorstellend, sind mit 1644 und dem Namen des Künstlers be-

zeichnet. Diameter 4 Z. 4 — 9 L. < I - 6u1

Von P. Flind ist auch ein punzirtes rundes Blatt mit Orpheus ,

der durch sein Spiel die wilden Thiere bezähmt.

O. N. ist ein dänischer Kupferstecher, dessen Lebensverhält-

nisse unbekannt sind, da sie auch Weinwich in der Kunstenshi-

storie Danmark og Norge, Kopenhagen 1811 nicht bestimmt.

Er stach verschiedene Scenen, auch Schrift und Charten, die

gehört, vermutlich dem vorigen Jahrhundert an.

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