Flinck, Govaert van

Flinck, Govaert van, Maler, wurde 1616 zu Cleve geboren und 71 vom seinen reichen Eltern zur Handlung bestimmt. Allein er fand nup, an der Malerei Behagen, und daher widmete er sich unter L. Jacobs und Rembrandt derselben vorzugsweise. Den letzteren ahmte er anfangs, sehr gut nach, später aber befliss er sich einer schmelzenderen Manier und eines getreuen Studiums der Natur. Er erwarb sich Ansehen als Künstler und die Gunst des Churfür- sten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und des Moriz von Oranien, so wie anderer hoher Herren. Für diese Fürsten malte Flinck mehrere Stücke und auch Bildnisse, die Beifall fanden, nur ihm allein gefielen sie nicht mehr, als er Werke von van Dyck sah, und Rubens Gemälde machte ihn so staunen, dass er die Mal- erei ganz aufgeben wollte. Allein er griff aus Liebe zur Kunst bald wieder zu dem Pinsel. Sein Meisterstück ist auf dem Stadt- hause zu Amsterdam , für welches ihm zwölf Gemälde aufgetragen wurden, die er jedoch nicht vollenden konnte, da ihn der erfolgte Tod kaum die Entwürfe vollenden ließ. In holländischen Cabinetten finden sich noch Gemälde von seiner Hand. Im Jahre 1806 wurde aus der Sammlung des H. van der Pot ein solches mit Jakob, welcher den Isaak segnet, verkauft, aber auch im Pariser- Museum war unter Napoleon ein sehr schönes Gemälde mit der Segnung des Jakob. Dieses sehr schöne Bild ist jetzt im Museum zu Amsterdam. Seine Bilder zeichnen sich durch Wahrheit und Harmonie des Colorits, durch sorgsame und fleißige Vollendung aus. Man zahlt seine bessern Zeichnungen mit 0 — 8 Thlr. Mehrere seiner Werke wurden von Dalen, A. Bloeteling, G. F. Schmidt, J. G. Müller, E. C. Hoffmann u. a. gestochen.

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