Flemael, Bertholet, Historien- und Portraitmaler, wurde 1614 zu Lüttich geboren. Er war Schüler von Görard Duffet, ging aber später nach Rom , wo er fleissige Studien machte und gewunderb wurde. Auch in Florenz studierte er die Werke der Malerei und hierauf ging er nach Frankreich , wo er in den k. Zimmern zu Versailles arbeitete. Auch in Paris hielt er sich einige Zeit auf, und hier malte er in der Kuppel der Carmelitenkirche die Him- melfahrt des Propheten Elias und die Anbetung der Könige in der Sakristey der grands Augustins. In Paris wurde ihm sogar die Ehre eines Professors der k. Akademie zu Theil, erblieb aber doch nicht in dieser Stadt, sondern kehrte in sein Vaterland zurück, wo er im Genusse des Glückes und der Ehre ein Raub der Schwer- muth wurde. Die Ursache seiner Melancholie soll ein Frauen- zimmer gewesen seyn, die ihm nach langem freundschaftlichen Zu- sammenseyn Gift beibrachte, wie man erzählte. So starb er end- lich 1675, als Canonicus des Collegiatstiftes St. Paul zu Lüttich.
Flemael oder Flamael, war ein guter Zeichner und überhaupt ein Künstler von Bedeutung. Man rühmt seine schöne Färbung und die genaue Beobachtung des Costüms. In den niederländi- schen Kirchen sind Bilder von seiner Hand, und im Privatbesitze Bildnisse und Bildnisse. Er fand Gelegenheit hohe Häupter zu malen,
Auch als Architekt verdient er Beachtung. Nach seinen Planen wurde zu Lüttich die Dominikaner- und Kathäuserkirche erbaut. Bei der ersten nahm er die Rotunda in Rom zum Muster. Meh- rere seiner Compositionen sind durch Kupferstich bekannt; be- sonders durch M. Natalis. Von diesem Künstler findet sich ein schöner Stich des St. Bruno in Extase, nach dem Gemälde in der Carthause zu Lüttich. Man findet von Natalis auch kleine Blät- ter mit Darstellungen aus der heil. Geschichte. Sehr gross dage-
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