Fleisch waren, jetzt wie Holz ausschien

Fleisch waren, jetzt wie Holz ausschien, Auf diesem Bilde sind auch Porträts angebracht. So setzte er, gleich dem Buonarotti, seine Freunde in den Himmel, die Feinde in die Hölle. Unter letzteren ist auch seine ungetreue Geliebte und in der Höhe ist je- nes Mädchen, die er zur Frau genommen, wie sie hohnlächelnd auf die von Bastiano Verdammte hinabblickt.

Filippi malte indessen noch mehrere andere Bilder in Ferrara , wo er in unverdorbenen Bildern sehr bedeutend erscheint; nur das Rothbraun liebte er im Fleische sehr und um die Farben verschmelzen zu lassen, verdunkelte er seine Gemälde in ganz beträchtlichem Geschmack. Er hat auch den Fehler mehrerer anderer Buonarottisten: seine Figuren sind kurz und plump, fern von des Meisters eigenthümlicher Grossartigkeit. Im Nackten hielt er sich vorrzugsweise an Michelangelo, wie im großen hl. Christoph in der Carthause ; bei bekleideten Figuren befolgte er andere Muster. Erfindungsreich war dieser Künstler nicht und daher wiederholte er seine Bilder; so malte er die Verkündigung wenigstens siebenmal, fast immer nach derselben Weise. Das schlimmste ist, sagt Lanzi III, S. 216, deutsche Ausgabe, dass, außer seinem erwähnten Weltgericht, dem großen Bilde der heil. Katharina in ihrer Kirche und nicht vielen andern öffentlichen Arbeiten, er nichts leicht malte, ohne hier und da es hinzupfuschen, zufrieden, in jedem irgend einen Meisterzug zu hinterlassen, gleichsam als wollte er der Nachwelt zeigen, er sei ein guter, wenn auch unfleißiger Maler. In Gemäldesammlungen finden sich einige genauer ausgeführte Bilder von seiner Hand. Er kopierte auch Bilder des Michel Angelo und, in der ersten Zeit malte er Grottesken.

Bastianino starb 1602; das Geburtsjahr setzten einige in 1540, andere in 1532.

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