Fissingen, Ulrich von

Fissingen, Ulrich von, Baumeister aus Ulm , wurde zum Dombau nach Mailand eingeladen, kam aber erst . Er machte Zeichnungen, wogegen alle übrigen Meister protestierten, weil man das Meiste wieder einreißen sollte.

Man trug ihm auf, das äußere Mittelfenster, dann die Säulenknäufe zu machen, durch ohne Änderung der bisherigen Masse. Nach vier Monaten ging er wieder heim. Von der Hagen (Briefe in den H. I., 264) vermutet, dass dieser Ulrich von Fissingen, jünger älterer Ensingen ist, der zu derselben Zeit den Ulmer Münster baute.

Nach Cicognara’s stor. della scultura soll der Baumeister, der nach Mailand berufen wurde, Ulrich von Fillingen geheißen haben. Zu eben dieser Zeit war am Münster zu Ulm Baumeister Ulrich von Ensingen (Oensingen) im Uechtlande. Höchst wahrscheinlich ist Ensingen unrichtig gelesen, oder unrichtig abgedruckt, in Fissingen verwandelt worden. Diese Vermutung ist schon an und für sich wahrscheinlich, da kein Name eines Baumeisters am Münster aus jener Zeit vorkommt, der zu einer solchen Verwechslung hätte Anlass geben können, und wird noch durch den Ruf bestätigt, den dieser Mann damals gehabt zu haben scheint, denn er arbeitete auch am Münster zu Straßburg als Baumeister und im Jahre 1420 wird er in einem Erbschaftsvertrag seiner fünf Kinder

Meister Ulrich von Ensingen, Werkmeister zu Straßburg genannt. Man darf sich keineswegs daran stossen, ihn als Kirchenmeister zu Ulm zu finden und zugleich als Rathgeber am Dom zu Mailand. Der mit ihm geschlossene Vertrag verpflichtete ihn bloss, von Zeit zu Zeit in Ulm zu sein, um den Kirchenbau zu leiten. Sein Geschlecht war eine Architektenfamilie, seine Kinder hießen: Ursula, Kirchenmeisterin; Matthäus, Kirchenmeister; Anna, Meister Hansen des Kirchenmeisters eheliche Hausfrau; Caspar und Matthias. Die Söhne setzten teils den Münsterbau in Ulm fort, teils bauten sie die schönen Kirchen zu Bern.

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