Fischer’s viele, mitunter treffliche, Arbeiten wurden erst in letz- terer Zeit gewürdigt. Im Jahre 1815 erhielt er das Diplom als Eh- renmitglied der Akademie und wurde ausserordentlicher Professor der Landschaftszeichnung und der Uebertragung landschaftlicher Darstellungen auf das Kupfer mittelst der Radier-Nadel; 1818 wurde er als ordentlicher akademischer Rath und zum ordentlichen Professor im eben erwähnten Fache ernannt.
Kupferstiche, welche seit 1780 von Fischer’s Hand erschienen,
sind :
Herkules und Omphale, nach Cars, geätzt und mit dem Grabsti- chel ausgeführt.
Ein Kindes- und ein Jünglingskopf, nach Schmutzer.
Zwei Köpfe, nach Rubens, auf einer Platte.
Ein Kopf nach Edelink.
Ein Kopf nach Schmutzer. Sämmtliche drei Platten sind mit dem Grabstichel vollendet. Aus diesen kraftvollen gelungenen Erst- lingen erkennt man schon den künftigen Meister.
Zwei Theater-Scenen: 1) Cordelia um ihren Vater Lear beschäftigt; 2) Agnes Bernauerin zum Tode geführt. Versuche in aqua tinta.
Die unterirdische Höhle bei Ostrow in Mähren , grosses Blatt in Aquatinta.
Bildnis Johann Majons, geätzt.
Zu Vossen’s Aeneide: 1) die dem Aeneas erscheinende Venus; 2) die kriegerische Camilla, beide Blätter mit dem Grabstichel ausgeführt.
Das Bildnis des Grafen Czernitschef,
Christus in templo disputans, nach Spagnoletto, Preisstück, mit dem Grabstichel gefertigt.
Carrikaturen, nach der Natur entworfen, fünf radierte Blätter,
Sechzehn radierte Blätter: Ein schlafendes Kind, ein Knabe mit einem Täubchen, eine Hannakin u. s. w.
Fischer’s eigenes Bildnis, nach Abel.
Vierzehn radierte Landschaften, Ruinen und Ansichten aus Böh- men bei Budin, an der Elbe und an der Töpel.
Zehn Blätter in Aquatinta: Mehrere Figuren nach der Natur, eigene Schule, ein unterirdisches Gewölbe, Architektur- stücke.
Zwölf Blätter in verschiedenen Manieren, als Anfangsgründe für angehende Landschaftszeichner.
Das Bildnis des Grafen von Magnis, nach Abel, in Schwarz-
und Weiß.
Zwei Blätter, welche den verwundeten Künstler selbst, und die Ehebrecherin nach Füger vorstellen, ersteres radiert, letzteres ein sehr grosses Blatt in Aquatinta.
Das Portrait des Kaisers, wofür der Künstler eine goldene Me-
Fischer, Joseph.
Eine Scene aus den gräflich Friesischen Soirdes Jitteraires;
Achträdirte Blätter nach Studien von Guercino, ...
Zwei grosse Blätter in Aquarell, wilde Gegenden im Geschmack des Salvator. Rosa,
Bildniss des Grafen Wrbna,
Sieben kleine radirte Blätter: Figuren und Blumen nach der Natur,
Vierzehn Blätter gleichen Inhalts, 1803 zu Paris radirt, ...
Sechzehn geistreich radirte Blättchen, die einen englischen Wasserhund in sechs verschiedenen Stellungen bezeichnen.
Zwei mit dem Grabstichel gearbeitete Blätter zu Didor’s Pracht-Ausgabe des Racine.
Vier Liebes-Götter, die ihre Pfeile mit drolliger Geschäftigkeit an einem großen Wetzstein schärfen, nach Correggio, in Aquatinta mit dem Grabstichel überarbeitet.
Piramus und Thisbe, nach C. Lebrun’s Zeichnung.
Der Tod Mariens, nach einer Zeichnung des Saraceno.
Die Erweckung des Lazarus, nach Lesueur's Zeichnung, beide Blätter radirt.
Bildniss von Correggio, nach einem von ihm selbst gemalten Porträts.
Bildniss des Grafen Sinzendorf, in Rembrandt's Manier radirt.
Ein aus mehr als hundert Figuren bestehender Entwurf zur Insguerade, welche bei der Vermählungsfeier Franz I.
dianischen Ma
mit Ludovica
Ein aus mehr als hundert Figuren bestehender Entwurf zur Insguerade, welche bei der Vermählungsfeier Franz I.
eatrix ausgeführt wurde,
Die Grablegung, nach Schidone. Für die grosse Ausgabe des Pariser Museums, eine der besten Arbeiten des Künstlers.
Fischer verfertigte sich im Besitze
sich im Besitze
te auch treffliche landschaftliche Gemälde, die
es Fürsten Esterhazy, des Fürsten Lubomirsky,
des Grafen Magnis, der Gräfin Wrbna und anderer Herrschaften
befinden. Die vorzüglichsten derselben sind in Hormayr’s Archiv 1824 S. 828 verzeichnet. In der k. k. Gallerie ist die Stadt Wien,
von Nussdorf aus, aufgenommen.
Unter den zahlreichen Fischer’schen Zeichnungen und Gouachen
sind die bekanntesten:
Eine malerische Reise durch Ober-Ungarn, enthaltend
Ansichten aus den Karpathen und viele Costümes.
Diese Zeichnungen sind Skizzen, welche der Künstler radirte
und mit einem erlärenden Texte versehen wollte. Die malerische Reise nach dem Waagflusse ist der Anfang derselben. Schade, dass
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