Fischer, Joseph Emanuel

Fischer, Joseph Emanuel, Baron von Erlach, Architekt und Sohn des obigen, wurde um 1680 geboren. Er bildete sich auf seinen Reisen in England und Italien , und nach seiner Rückkehr wurde ihm in Wien die Leitung mehrerer Bauten übertragen, wie wir bereits im Artikel seines Vaters erwähnt haben. Er vollendete nach dem Tode seines Vaters auch die von diesem angefangenen Gebäude. Dieser jüngere Fischer war der erste, welcher in Deutschland den Gebrauch der Dampfmaschinen einführte. Er construirte im fürstlich Schwarzenberg’schen Garten zum Getriebe der Wasserkünste jene berühmte Dampfmaschine, welche damals Feuermaschine genannt wurde. Nähere Nachrichten dazu gibt das Februarheft der „Merkwürdigkeiten Wiens“ von . Diese ausgebreiteten Kenntnisse der Mechanik erhöhten den Ruf des Künstlers noch bedeutend, und Karl VI. erhob ihn daher 1731 in den Freiherrnstand, und die Angaben der Biographen, welche schon den Vater Freiherrn von Erlach nennen, sind irrig. Später wurde er auch noch kaiserlicher Rat.

Das Todesjahr dieses Künstlers soll nach den meisten Berichten 1738 gewesen sein, allein dieser Behauptung steht die Tatsache entgegen, dass er 1740 von der großen Maria Theresia den Auftrag erhielt, einen Entwurf zum Castrum doloris für Karl VI. entwerfen, das von den Brüdern Schmutzer gestochen würde. Die Sterbezeit dieses berühmten Künstlers ist daher noch immer unbestimmt, so wie überhaupt die Angaben über die beiden Fischer von Erlach voll Irrtümer sind. Soviel wie möglich ist diese Verwirrung gehoben in der österreichischen National-Encyclopädie, die von 1835 I, 147, und in diesem Artikel.

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