Fischer, Johann Martin, Bildhauer ; geb. zu Hopfen in Schwaben 1740, gest. zu Wien 1820. Er schnitzte schon als Knabe allerlei Figuren aus Holz, die bei ihren Mängeln natürliche Anlagen verriethen, und sein Vater brachte ihn desswegen in seinem 15. Jahr zu einem mittelmäßigen Bildhauer in die Lehre, bei dem er jedoch nur einige Handgriffe erlernte. Im Jahre 1760 ging er nach Wien , um seine Lernbegierde zu befriedigen, musste aber hier wieder bei einem ganz gewöhnlichen Bildhauer zwei Jahre verweilen, bis er durch den damaligen Professor Schletterer Gelegenheit fand, die Akademie zu besuchen. Nun bildete er sich vier Jahre unter Schlet- terer’s Leitung, und hierauf legte er durch die Verzierung der Fassade des Palastes des Emanuel von Savoyen den Grund zu seinem Rufe, den er damals mit Messerschmied teilte. Er widmete sich dabei noch immer mit größtem Eifer dem Studium der Natur und der Antike, besonders aber der Anatomie, und die erworbenen Kenntnisse legte er in mehreren Werken zur Schau. Von seiner Hand ist die grosse marmorne Statue des Mucius Scävola im Gar-
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