Fiorentino, Michele, ein alter florentinischer Kupferstecher , der seine
Blätter mit einem Monogramme bezeichnete, oder vielmehr man
deutet ein Monogramm auf einen Künstler dieses Namens, ohne
gerade einen hinreichenden Grund zu haben. Bartsch P. gr. XI.
388 beschreibt zwei Blätter von ihm, dieselben, deren Murr in sei-
nem Journal 11, 247 erwähnt. Letzterer glaubt, dass dieser Flo-
rentiner vor dem Jahre 1472 gearbeitet habe, doch gibt er keinen
Grund an. Bartsch hielt die Blätter für spätere Arbeit, da sie in
der Stechweise nicht an die Erzeugnisse der alten italienischen Mei-
ster erinnern. Die Ähnlichkeit mit der Manier des Robetta macht
ihn glauben, dass sie in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts
entstanden seien. Vasari erwähnt indessen eines Architekten die-
ses Namens, der um 1460 dem L. B. Alberti als Gehülfe zur Seite
stand.
Die von Murr und Bartsch erwähnten Blätter stellen folgende
Gegenstände vor:
Die Herodias mit dem Haupte des Johannes auf der Schüssel,
H. 8 Z., Br. 4 Z. 5 L.
Ein auf der Erde sitzendes Weib in reicher Kleidung, mit lan-
gen herabfließenden Haaren. Sie umarmt zwei nackte Kinder,
im Vorgrunde ist ein Hase und rechts ein Schild mit dem Mo-
nogramm, H. 8 Z., Br. 6 Z. 5 L.
M Fiorentino, Luca. — Fiorentino, Jacopo.
Bartsch glaubte, dass der Künstler nur diese beiden Blätter ge- fertigt habe, Brulliot (Dict. des monogr. I. Nro 320) kennt noch ein drittes.
Es stellt einen Mann mit dem Bogen vor, rechts sind ein Baum und Felsen. H. 6 Z, 9 L., Br. 4 Z. 6 L. Dieses scheint ei- nes der ersten Blätter des Künstlers zu seyn.
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