Fiore, Jacobello oder Jacometto del, Maler zu Venedig und Sohn des Obigen, über welchen sich von 1401 — 1436 Nach- richten finden. Man darf ihn nicht mit Jacometto von Venedig, einem späteren Miniaturmaler, verwechseln, doch war er eben- falls berühmt, wie dieser Künstler. Im Jahre 1401 machte er sich durch eine Tafel in S. Cassiano zu Pesaro bekannt und eine andere hat die Jahrzahl 1400, beide unterzeichnet: Jacometto de Flor. Weit vorzüglicher ist nach Lanzi das Bild der Krönung Mariä im Dome von Ceneda, ein figurenreiches Gemälde, in einer handschriftli- chen Notiz das Paradiesbild genannt, im Jahre 1432 auf Kosten des Bischofs Anton Correr verfertiget, ab eximio illius temporis ictore Jacobello de Flore. Bei Girolamo Manfrin zu Venedig sah Lanzi eine Madonna von und im sogenannten Magistrato del Proprietario die Darstellung der Gerechtigkeit zwischen zwei Erzengeln, von .
Im k. Museum zu Berlin ist von Jacobello ebenfalls das Bild des Erzengels, wie er mit der Lanze das Haupt des Drachen durch- bohrt. In der Linken hält er die Wagschalen, in deren einer ein Verdammter, in der anderen ein Beseligter befindlich ist. Dieses Gemälde ist in Tempera, auf dunklem Grunde.
Jacobello del Fiore besitzt für seine Zeit ausgezeichnete Verdienste, und Vasari thut ihm Unrecht, wenn er sagt, dass der Künst- ler nach Art der Griechen alle Figuren auf die Fussspitzen gestellt habe. Er befolgte die auf Naturwahrheit ausgehende Richtung und er gehört zu den Wenigen, welche damals lebensgroße Figuren darstellten. Man bemerkt bei ihm ein Streben nach Schönheit und Würde und, wo es nötig war, auch Bewegung. Indessen liebte er nach dem Gebrauche der Zeit überladenen Schmuck und goldverzierte Kleider.
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