Filippino, Sandro. — Filippi

Filippino, Sandro. — Filippi, Bastiano.

Gestützt er das Studium seines Dichters viele Jahre hartnäckig fort;
was ihm im Alter Noth und Armuth brachte, weil er die Malerei
hintansetzte. Er veranstaltete eine Ausgabe von Dante’s Hülle, die
zu Florenz bei Lorenzo della Magna erschien. Die Kupfer,
welche dieses Gedicht zieren, sind nach seinen Zeichnungen gefertigt,
sicher grösstentheils von seinem Freunde B. Baldini, die wenigsten,
oder gar keines, von ihm selbst. Es ist schwer zu

unterscheiden, welche Blätter er allein und welche er mit Baldini
gefertigt habe, denn keiner von Beiden bezeichnete die Stiche namentlich.
Vasari zählt den Trionfo della Fedeltà de Fra Girolamo Savanarolo
unter Sandro’s beste Stiche. Diese sind nicht

zahlreich und sehr selten, weil sie unterdrückt wurden, wie Baldinucci
versichert.

Man schreibt ihm eine Folge von 12 Blättern zu, welche in sehr
kleinen Figuren Scenen aus der Leidensgeschichte des Erlösers
vorstellen.

Seine Stiche werden teuer bezahlt, obgleich sie in einer schlech-
ten Manier ausgeführt sind. In einer 1836 zu Leipzig gehaltenen
Versteigerung von Kunstgegenständen wurde ein solches mit Moses,
wie er die Gesetzestafel empfängt, ein Werk von Botticelli und Baldini,
für 166 Rthlr. erkauft. Für 10 Sibyllen zahlte man 165 und für 6 Blätter,
„die Triumphe des Petrarca,“ welche dieselben Meister darstellten, 105 Rthlr.
S. auch Baccio Baldini.

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