Figur des Neptun, Madell in Wachs, 1770. 0101 8 q
Die Geschichte, Figur eines Kindes in Wachs, .
Die griechische Comödie, Figur in Lebensgrösse, Die Vesta-
lin, Basrelief, 1773. ü Sa !
Pompejus nach der Schlacht von Pharsaliä; Modell Ia Tu?n —, Agrippina nach dem Tode, Germanikus; Gegenstück zu dem
erstern, 1779.
Zwei Basreliefs: Aeneas und Galathea und Julus, Cäsars Tod; 1781.
Venus und Cupido, .
Apollo und Marpessa; in der British Akademie aufgestellt, der es Flaxman am Tage seiner Aufnahme schenkte, 1800.
W. Flaxman Jones, die indischen Gesetzbücher sammelnd, Basrelief in Marmor. Skizze zu einer kolossalen Statue der Brittama. — „Dein Wille geschehe,“ Basrelief in Marmor, 1801. „Merkur und Pandora .“ — Statue der Gnade, 1805. Modell zur Statue des Sir Joshua Reynolds für die St. Pauls-Kirche, .
Buste in Marmorstatue, 1800. „Eine Viktoria, Marmorstatue zu Leeds , 1814. Modell zu einer Colossalstatue des Generals John Moore für Glasgow , . „Apollo als Hirte, die Samaritanerin, ein Indianer aus Canada und ein britischer Freiwilliger. Die zwei letzten Statuen gehören zu dem Denkmal des Generals Simcoe, 1814. Statue einer Dame in Stein, für Italien bestimmt, 1815. Sepulkrastatue in Marmor, 1816. „Herzliche Liebe, 1817. Statue in Marmor für ein Grabmal, 1810. Satan überwältigt von St. Michael, Gruppe. — Ein schlafendes Kind in Marmor, . Buste des John Forbes, 1823. „Psyche,“ Statue in Marmor, — Apollo als Hirte, Marmorstatue.
Michel Angelo und Raphael wahrscheinlich die Figürchen bei Herrn Rogers, der auch zwei „Heilige“ Figürchen von Amor besitzt, sehr naiv aufgefasst, in weissem Marmor, 1826. „Psyche“ Statue des John Kemble in der Westminster Abbey aufgestellt.
In der Kathedrale zu Salisbury sind mehrere Monumente von Flaxman. Das eine erinnert das Andenken des 1796 gestorbenen W. Benson Earl, mit einer weiblichen Figur, die ein Gewand trägt, um das Basrelief mit dem barmherzigen Samariter zu zeigen. Noch schöner in der Anordnung ist das von Gualtieri Long im gotischen Stil, auch von weissem Marmor. Zu den Seiten gehen in architektonischen Abteilungen, die Gerechtigkeit und die äußerste Gelehrsamkeit. Ein drittes Monument von Flaxman, ebenfalls im gotischen Stil ausgeführt und von weissem Marmor, ist das des William Long. Links steht die Scientia, ein Gelehrter mit Pergamentrolle und dem Aesculapstab, rechts die Benevolentia, eine weibliche Figur mit dem Pelikan. So schön auch die architektonische Anordnung dieser Monumente ist, so hat doch Flaxman den Stil des Gotischen nicht richtig verstanden, was bei der zeitgenössigen genauen Kenntnis desselben oft störend erscheint.
W. Hazlitt in seiner Kunstrexse durch England, 1833, S. 135 ver- sichert;
In der Capelle des University College zu Oxford sind ebenfalls mehrere schöne Monumente von Flaxman, von denen sich nach Hazlitt 1833 besonders das von W. Jones auszeichnet. Es ist ein Eau-forte, in dem vorgestellt ist, wie Jones die Pandekten der Hindus verfasst, welche ihm die Braminen aus den heiligen Büchern der Vedas vorzulesen scheinen.
Ein schönes Grabmal von der Hand dieses Künstlers ist in der Capelle von King’s College zu Cambridge. Besonders graziös sind darauf in Hautrelief drei weibliche Gestalten, die in einen Halbkreis verschlungen dahin zu schweben scheinen.
In der St. Pauls-Kirche zu London ist von ihm das grosse und
Flaxman, John. 369
prächtige Grabmal Nelson’s und die Statue des Joshua Reynolds, die 1815 gesetzt wurde, und im folgenden Jahre ebendaselbst das Moment des Admiral Howe, das dem Künstler grossen Ruhm erwarb,
Als Meisterstück rühmte man 1801 die Büste des grossen Was- hington.
Für die Stadt Glasgow führte er die Statue des Ministers Pitt aus und nach Indien kam ein öffentliches Monument von M. Webb, die prächtige Statue des Raja von Tanjore und das Denkmal des Missionär Schwarz. Es stellt in Basrelief diesen ehrwürdigen Geist- lichen auf dem Sterbebette vor, wie ihm der Raja von Tanjore sei- nen letzten Besuch abstattet,
In der Cathedrale zu Chichester ist von ihm ein Basrelief zum Andenken des Dichters Collin’s.
Zu Aberdeen in der neuen gotischen St. Andreas Capelle ist die Statue des Bischofs Skinner.
Von Flaxman ist auch die Statue der Comödie im Theater von Coventgarden, und zu dem Basrelief der Vorderseite desselben lie- ferte er die Zeichnung.
In der Akademie zu London ist ein Basrelief mit Apollo, ein Jugendwerk des Künstlers.
Unter den größeren Arbeiten, welche unvollendet blieben, und die sein Schüler Denman ausführte, ist vorzüglich die Statue von Burns zu Edinburgh und die des Marquis von Hastings für Bom- bay. Zu der letzteren fertigte er nur noch die Zeichnung, die Ausführung erlebte er nicht mehr.
In dem Stichwerke: The fine arts of the english school ist sein Basrelief in Marmor, welches unter dem Namen der Resignation bekannt ist, gestochen, so wie zwei andere Basreliefs: dein Reich komme und erlöse uns von dem Übel. Godby stach für dieses Werk das Grabmal des Grafen von Mansfield, den der Künstler in modernem Costüm, aber auf eine edle Weise darstellte. Es ist dieses nicht aus Missachtung der antiken Weise geschehen, sondern der Künstler war gezwungen, das Kostüm beizubehalten, Dabei aber hat er die Richtigkeit seines durch das Studium der An- tike gebildeten Sinnes und das Edle der Formen so viel als mög- lich geltend gemacht. Flaxman ist der erste, der nach der in sei- ner äußerwachten Richtung in England ein genaueres Studium der Antike einführte. Nur in seinen Grabmonumenten entfernte er sich in der letzten Zeit seines Lebens immer mehr von dem anti- ken Geschmack, um sich einem mehr kirchlichen Stil zuzuwenden.
Die hinterlassenen anatomischen Studien Flaxman’s sind in Lon- don unter dem Titel: Studies in anatomy for the use of painters and sculptors, 19 Platten gestochen von Landseer, Text von M. Robertson 1833 erschienen. In demselben Jahre veranstaltete Reveil eine vollständige Zusammenstellung aller Werke dieses berühmten englischen Künstlers: Oeuvre complet de Flaxman, dreis- sige Lieferungen, jede zu 9 Blättern mit Umrissen.
Im Jahre 1820 erschienen seine Vorlesungen über die Bildhauer- kunst, unter dem Titel: Lectures on sculpture by J. Flaxman.
Flaxman ist der einzige englische Bildhauer, der einen be- deutenden Rang unter den Zeitgenossen einnimmt. Er hatte einen Geist voll tiefer unerschöpflicher Phantasie und er wusste seinen Gestalten bei einem feinen Gefühle für Schönheit das quägende ei- nes eigenthümlich edlen, sittlichen Charakters mitzuteilen, wie keiner seiner Landsleute; leider jedoch fehlte es ihm, was das zweite im künstlerischen Schaffen nötig hinzukommen muss, an jener steten Hingebung und Treue, die nicht eher rastet, als
bis der Gedanke die Form gänzlich durchdrungen hat und eins mit ihr geworden ist. Seine nur skizzierten Umrisszeichnungen zu den griechischen und italienischen Dichterfürsten bleiben das größte, was er geschaffen. Sie verbreiteten seinen Ruhm auf dem Continente und sie sicherten ihm den Ruf eines originellen Geistes. Es offenbart sich darin: Reichthum der Phantasie und Grossartigkeit der Gedanken. Die einfache Grösse des Michelangelo hatte er mit der kunstvollen und schönen Gruppirung zu erringen gewusst, durch welche so viele seiner Umrisse zur Ilias und Odyssee sich auszeichnen.
Manche seiner Landsleute übertreffen ihn vielleicht in der Form, aber sie sind im besseren Falle kalt und inhaltlos, im schlimmeren manierirt und affektirt.
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