Fiesole, Mino da

Fiesole, Mino da, Bildhauer zu Florenz um . Die Lebens- verhältnisse dieses Künstlers sind unbekannt, obgleich er zu den vorzüglichsten Bildhauern seiner Zeit gehört. Er verstand es, den Marmor mit Weichheit zu behandeln, und in der Erfindung ist er einfach und zierlich. Dieses beweiset sein Altar in einer Capelle des Convento di Badia zu Florenz. Er ist geschmackvoll in der Architektur und mit drei Statuen geschmückt, die in Nischen sich be- finden. In der Mitte sitzen die heil. Jungfrau mit dem Kinde und in den Seitennischen zwei Heilige. Cicognara gibt in der Storia della scultura II. tav. IV. dieses Werk in Abbildung und tav. XXXI, einen anderen Altar von Marmor, der im Dome zu Fiesole ist. Er stellt ebenfalls in der mittleren Nische die Madonna dar, wie sie das auf der Stufe des Altares sitzende Jesuskind verehrt. Letzteres segnet den kleinen Johaunes, der vor ihm kniend die Hände faltet. In den beiden Nischen zur Seite der Maria sind zwei Hei- lige, und ein Dritter sitzt neben dem Jesuskind an der untern Stufe.

Diesen sehr schönen Altar liess der Bischof und Rechtsgelehrte Leonardo Salutato ausführen, der auch in der Kirche begraben liegt. Hier sieht man auch die Büste des Salutato, die mit unge- meiner Wahrheit und Weichheit ausgeführt ist. Abgebildet 1. c. tav. XXX.

Mino fertigte auch das Monument des Marchese Ugo in der Chiesa di Badia zu Florenz, welches die Benediktiner 1481 errich- teten, ein Werk, dass zu den schönsten jener Zeit gehört. Der Marchese liegt auf dem Sarge und über demselben, in der Mitte des Altares, steht die heil. Jungfrau mit dem Kinde in gänzlicher Figur. In dem Halbbogen über dem Altare erscheint sie in einem Medaillon. Unten tragen zwei zierliche Engel die Inschrift. Auch dieses Werk ist bei Cicognara II. tav. XXIX. abgebildet.

Nagler’s Künstler- Lex. IV.Bd, 21°

In Orsanmichele zu Florenz ist von Mino’s Hand ein heil. Lucas, der aber dort erst 1780 aufgestellt wurde.

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