Fielding, Copley, Landschaftsmaler zu London , der um 1800 gebo- ren wurde, mit ausgezeichnetem Talente begabt, ergab er sich dem Studium der Kunst, sowohl nach guten Meistern, als nach der Natur, und besonders war es, die Aquarellmalerei , welcher er seinen Ruf ver- dankt. Er gilt für den ausgezeichnetsten englischen Aquarellisten und seine Gemälde dieser Art fesseln mit Gewalt das Auge. Seine Töne sind leuchtend und klar, doch nicht bunt, wie dieses in den englischen Bildern sehr oft der Fall ist. Er liebt starke Gegensätze von Licht und Schatten, doch sind die Übergänge zart. In allen seinen Bildern offenbart sich ein gründliches Studium der Natur und besonders liebt er den Aufruhr der Elemente. Seine Darstel- lungen des Sturmes sind schwer und düster in der Wirkung, ganz in ihrer Schauerlichkeit. Hier macht das klare Wasser einen ei- genen Gegensatz zu dem dunklen, schwärzlich grauen Himmel.
Indessen malt Copley Fielding auch Landgegenden, die zuweilen in schönen, großen Massen gehalten und von reizender Frische der Farbe sind. Auch über diese Bilder, wie über seine See- stücke, ist ein eigener poetischer Reiz verbreitet. Er ist mit Al- lem vertraut, er mag Berge oder Ebenen, thürmende Klippen oder wilde Moore, schattige Wälder oder das sandige Gestade darstel- len. Er weiss seinen Gegenständen überall das eigenthümliche Charaktere aufzudrücken, bei vollkommener Gewalt der technischen
Mitte.
Dieser Künstler malt auch verschiedene Bilder in Öl, die seinen Namen nicht verdunkeln. Sie haben dieselben Vorzüge, wie seine Aquarellen, nur nicht ganz deren leuchtenden Ton.
Wir finden dieses Künstlers in den verschiedenen Jahrgängen des Kunstblattes erwähnt, und auch in Passavant’s Kunstreise durch England und Belgien von 1833. Mehrere seiner Bilder sind in der Gallery of the society of peintres in water colours gestochen.
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