Feyerabendt, Sigmund, Maler (?) Formschneider und einer der größten Buchhändler seiner Zeit. Er wurde zu Frankfurt 1527 oder 1528 geboren, und dasselbe Ort wahrscheinlich auf gelehrten Schulen unterrichtet. Nach Jöcher soll er in Burg dem Geschichtsstudium sich gewidmet haben, und man schreibt ihm auch das Geschlechterbuch dieser Stadt zu. In Augsburg hat Feyerabendt wahrscheinlich nicht gelebt; in Frankfurt aber hätte er einen ausgebildeten Buchhandel. Die meisten Werke, welche bei ihm erschienen, haben Holzschnitte, die Solis, Tüttel, Axpann, Ch. T. Stinimer, Ch. Mautner und andere fertigten. Er selbst schnitt einige Stücke. Man schreibt ihm die Holzschnitte zu, welche in der 1560er-vol. D. Zupfler’s Bibel vorkommen, so wie die Bildnisse der Dogen von Venedig in Kellner’s Chronik.
Feyerabendt hatte auch Verwandte, die ihm bei seinen Unterneh- mungen Hilfe leisteten, und welche alle im Holzschnitt, sofern erfahren gewesen seyn. Man unterscheidet sie durch L., V., S. H. und M. Feyerabendt. Ein Johann Feyerabendt soll Sigmund’s Va- ter oder Grossvater gewesen seyn, von dem man ein kleines latei- nisches Testament hat. L. und V. Feyerabendt sollen Zeichnungen von J. Aman in Holz geschnitten haben, und M. Feyerabendt schnitt um 1578 mehrere Figuren nach M. Lorch.
Das Todesjahr des berühmten Sigmund kennt man nicht, es er- folgte aber nach 1585. Im Jahre 1500 erscheint sein Sohn Karl Sigmund als Buchhändler zu Frankfurt. Dieser gab verschiedene Holzschnittwerke heraus.
Man schreibt dem Sigmund Feyerabendt die Holzschnitte zu, die mit SF bezeichnet sind, allein die Sache ist nicht ausgemacht.
Feytema oder Feytama. Kunstliebhaber zu Amsterdam, von dem man Zeichnungen nach Gemälden von Wouvermans, Teniers u. a. findet. Sie sind in Aquarell ausgeführt.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_WYPrAAAAMAAJ