Fevre, Robert le- oder Lefévre

Fevre, Robert le- oder Lefévre, Historien- und Portraitmaler, ein französischer Künstler von grossem Rufe, wurde 1750 zu Bayeux geboren. Er widmete sich anfangs ohne Anleitung der Malerei, später aber genoss er den Unterricht Regnault’s und durch fleißiges Studium nach guten Meistern brachte er es endlich zum ge- schickten Künstler. Seine Werke sind von schöner Färbung, voll- endet in der Technik, graziös in der Bewegung der Gestalten, die nur nicht immer von Affektation frei sind, und dabei verstand er es immer durch gefällige Wirkung das Auge zu fesseln.

Besonderen Ruhm erwarben ihm seine verlassene Psyche am Fel- sen, ein 5 Fuss hohes Bild; Phocion mit dem Giftbecher, 10 auf 8 Fuss gross, in der Gallerie von Compiegne; Heloise und Abai- lard, 6 Fuss gross; die Apotheose des heil. Ludwig, 16 Schuh hoch und 10 Schuh breit, in der Cathedrale zu Rochelle; Dieses Bild ist edel und einfach in der Conception und mit kräftigem Pin- sel vollendet, obgleich der Künstler schon bei hohen Jahren war, als er es malte. Man bewunderte auch seine Portraite von Carl Vernet, Gretry, Guerin, Bertin, Vigée, Napoleon, Josephine, der Pauline Borghese, des Herzogs von Berry. Noch erwähnen wir folgender Werke: Venus von Amor entwaffnet, gestochen von Des- noyers; Christus am Kreuze in der Capelle von Mont- Valerien, 12 Fuss hoch; Ludwig XVIIL, in der Kammer der Pairs; die Him- melfahrt Mariä, in der Kirche von Fontenay - le - Comte, 15 Fuss hoch; Madame Létitia, in der Gallerie St. Cloud, Joseph Bonaparte mit seiner Familie, für Neapel; der Herzog von Castiglione, für den Saal der Marschälle; die Herzoge von Massa, Bassano, Rovigo, die Grafen von Mollien und Montesquieu, alle in der Gallerie von Compiegne; den Dichter Malherbes, in der Gallerie zu Caen; Karl X. in der Kammer der Pairs; die Herzogin von Angouleme, in Rochelle etc.

Die Erzeugnisse dieses Künstlers sind ausserordentlich zahlreich, besonders seine Bildnisse, die von 1801 — 1826 die Salons zier- ten. Den Kaiser Napoleon stellte er 37mal auf dem Throne dar, nach dem 14 Fuss hohen und 11 Fuss breiten Bilde, das er für den Senat malte.

Robert Le Fevre starb zu Paris 1830. Er war Cabinetsmaler des Königs; Ritter der Ehrenlegion und Mitglied mehrerer Akademien.

Eine größere Anzahl seiner Werke verzeichnet Gabet im Diction- naire des artistes français du dix-neuvième siècle, unter Robert-Lefevre. Die berühmtesten sind in der Revue encyclopédique Tom. 49, p. 154, 1850 bezeichnet. Dort heisst es, dass der Künstler im Portraite von Keinem übertroffen worden sei.

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