Feti, Domenico, Maler, der aber den Beinamen Mantuano führte, wahrscheinlich weil er sich in dieser Stadt den meisten Glanz verschaffte. Er bildete sich bei Ludwig Cardi, bis ihn der Cardinal Herzog Ferdinand nach Mantua mit sich nahm, wo er die Werke des Giulio Romano studierte, dessen Correctheit er jedoch nicht erreichte. Die Manier dieses Meisters ahmte er glück- lich nach, starb aber schon 1624 im 35. Jahre zu Venedig , in Folge einer ausschweifenden Lebensart. Feti wurde Hofmaler zu Mantua, und hier malte er für Kirchen und Gallerien. Von seinem Gemälde mit dem Wunder mit den Broden in der Akademie zu Mantua, sagt Lanzi, dass es mehr grosse als grossartige Figuren habe, die aber mannigfaltig, gut in der
Verkürzung und meisterhaft gemalt seien. Am Chore des Domes zu Mantua malte er ein inhaltreiches Frescobild, wofür er weniger Lob verdient, als für seine Ölgemälde. Domenico war ein geschickter, geistreicher Komponist , nur liebte er manchmal gegen den Gebrauch seiner Zeit die symmetrische Anordnung. Im Ausdrucke seiner Köpfe herrscht Geist und Leben, oft zu große Sentimentalität, doch sah er wenig auf reine Wahl der Formen, er begnügte sich mit der Nachahmung der gemeinen Natur. Seine Färbung ist kräftig, lebhaft, aber häufig in den Schatten etwas schwarz. In Rundung der Formen war er vortrefflich und nicht minder verstand er die Gesetze der Beleuchtung. Zur Zeit der Centralisierung der Kunstwerke waren im Pariser Museum sieben Bilder von diesem Künstler, und darunter nennt Lepicie die Darstellung Lots mit seinen Töchtern in Composition, in Schönheit der Farbe, in der Stärke des Ausdrucks und in Führung des Pinsels einen wahren Diamanten. In der Eremitage zu St. Petersburg sind sieben Gemälde von ihm, darunter die Geburt Christi, die Ravenet für Crozat gestochen. Ferner die Heilung des Tobias, Zacharias mit Johannes am Arme, Dädalus und Ikarus etc.
Nach Domenico Feti wurden mehrere Blätter gestochen, sowohl nach Gemälden, als nach Zeichnungen. Letztere führte er mit Geschmack aus, aber sie sind selten, so wie seine Gemälde. Es werden sich indessen wenige Werke dieses Meisters finden, die nicht auch durch Kupferstich bekannt sind.
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