Ferrau, Maler von Faenza , aus der edlen aber zu Grunde gegangenen Familie Fanzoni oder Faenzoni, und daher auch Fanzone da Faenza und Fansonius genannt. Er war F. Vani’s Schü- ler, und auch in der Schule der Carracci soll er sich umgesehen haben, was man glauben möchte, wenn man die Bilder in seiner Vaterstadt betrachtet. Hier sieht man im Dome seine Darstellung des Schafteiches, das besterhaltene Werk des Künstlers, im Style der Carracci. Bei den Dominikaner Nonnen ist eine Kreuzab- nahme von seiner Hand. In Rom führte er in der Scala Santa, in St. Giovanni Laterano und in St. Maria Maggiore mehrere Mauer- gemälde aus, besonders in letzterer Kirche, evangelische Geschichten darstellend, an denen Lanzini die richtige Zeichnung, die lieblichen Tinten, den guten Auftrag rühmt. Er wetteiferte hier mit Gentiles- chi, Salimbeni, Novari und B. del Croce.
Man erwähnt von diesem Künstler eine grauenvolle That, dass er nämlich aus Kunstneid den Faenzer Jüngling Manzoni umge- bracht habe, doch ersetzte der Mörder dessen Kunst nicht. Er starb 1645 im 85. Jahr.
Es wurden mehrere Blätter nach ihm gestochen, von F. Greuther, F. Villamena, Ph. Thomassin u. a.
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