Ferrajuoli, Nunzio, Maler von Nocera de Pagani, degli Afflati genannt, besuchte anfangs Giordano’s Werkstätte und trat dann in die Schule des Gius. del Sole in Bologna. In früherer Zeit malte er Historien, in der Folge aber ausschliesslich Landschaften, worin er Claude und Poussin zum Vorbilde nahm; Orlandi verglich ihn sogar mit diesen Meistern, Lanzi aber sagt, dass dieses, seines Freundes Urtheil, zu günstig sei. Er nahm aus der Malerei derselben und von jener des Albani wohl etwas an, behielt aber immer eine ihm eigene Weise bei. Seine Landschaften staffirte er mit Darstellungen aus der Geschichte und der Fabel und die Figuren wusste er geschickt zu Gruppen zu ordnen, aber einige hat Monti gemalt. Auch sein Colorit wird von Einigen anmuthig und leuchtend genannt, Lanzi aber sagt, Ferrajuoli sei minder wahr in der Farbe als Albani. Lob verdient er in der Perspektive, deren Gesetze er verstand, wie wenige seiner Zeitgenossen. Von dieser Seite sind seine Landschaften von Bedeutung. In einigen ist er manierirt.
Dieser Künstler starb zu Bologna 1753 im 73. Jahr.
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