Ferg, Franz de Paula

Ferg, Franz de Paula, Landschafts- und Genremaler und Aetzéri, geb. zu Wien 1680, gest. zu London 1740. Er lernte die Zeich- nenkunst von seinem Vater Pancrazius, hierauf kam er zu Orient und Hans Graf, und durch die Anleitung dieser Meister und durch eifriges Studium nach der Natur bildete er sich zum geschickten Künstler . Er malte schöne Landschaften und Marinen, und auch Darstellungen aus dem gemeinen Leben lieferte er, besonders Jahr- märkte, Trinker etc. in Ostade’s Manier. Seine Arbeiten sind selten, theils wegen seiner Langsamkeit, theils wegen des häuslichen Unfriedens, der ihm das Arbeiten verleidete. Er hielt sich einige Jahre in Dresden auf, wo er die Landschaften des A. Thiele mit schönen Figuren staffirte. Auch in Braunschweig lebte er einige Zeit; und zuletzt suchte er in England sein Glück, konnte aber seiner Geschicklichkeit ungeachtet demselben nur spärliche Gaben abgewinnen. Walpole rühmt seine Landschaften, die er im Geschmack Poelenburg’s zart und niedlich vollendete. Doch starb der Mann in Armuth.

Man hat von seiner Hand auch sehr schöne und effektvolle ge- ätzte Blätter mit Landschaften, die er mit Figuren und Fontainen zierte. Eine Folge von acht solchen hat den Titel: Caprici fatti per F. F. Sie sind äußerst selten.

Major stach nach ihm 1754 die vier Jahreszeiten und F. Vivares zwei Blätter mit ländlichen Unterhaltungen. Auch Garreau, Reill, Geyser und andere stachen nach ihm.

Fiorillo führt diesen Künstler in seiner Geschichte der zeichnen- den Künste in Deutschland dreimal auf.

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