Feistenberger oder Faistenberger, Andreas

Feistenberger oder Faistenberger, Andreas, Bildhauer, wurde 1646 zu Kitzbühel in Tyrol geboren und von seinem Vater Benedikt in der Bildhauerei unterrichtet. Letzterer, der 1609 starb, war ebenfalls ein geschickter Künstler, wie der wegen seiner Architektur geschätzte Hochaltar in Kitzbühel beweist. Der Sohn begab sich um 1674 nach München , und hier erwarb er sich bald solchen Beifall, dass er zum Hofbildhauer ernannt wurde, eine Stelle, die er 50 Jahre bekleidete. Wir fanden dieses in den Akten des königl. Reichs- archivs – Conservatorium angegeben, und da wird er der ältere genannt. Indessen kennen wir den jüngeren nicht, wenn es nicht dieser Andreas Feistenberger ist, der Bildhauer in Bamberg wurde, und von welchem Jäck im Pantheon der Literaten und Künstler Bambergs sagt, dass er kaum eine Person mit dem obigen sei. Dieser jüngere Feistenberger scheint der Sohn und Gehülfe unsers Künstlers gewesen zu sein. Letzterer starb 1735 zu München. Er fertigte eine Menge plastischer Arbeiten, Statuen , Ornamente in Holz, Marmor und Sandstein und auch in Elfenbein wusste er sehr kunstreich zu arbeiten. Er schnitt Crucifixe, Madonnen, und an- dere heilige Figuren. In der Theatinerkirche zu München ist eine Gruppe in Holz , welche den Abraham vorstellt, zum Begriffe den Isaak zu schlachten, ein vorzügliches Werk. Auf ihm sind auch die vier Kirchenlehrer auf dem Hochaltare der St. Peterskirche und daselbst ist auch der Apostel Andreas auf dem ersten Pfeiler, so wie gegenüber St. Paulus, ein Meisterwerk seiner Schnitzarbeit. Diese beiden Stücke hätten die neuere Übermalung und Vergoldung entbehren können.

© EFAr $n dr 74

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