Feer, Johannes, Ingenieur und Architekt , wurde zu Rheineck im Rheinthal geboren. Sein Oheim, der Landeschronist C. Vöge- lin, ertheilte ihm den ersten Unterricht in der Mathematik und Wasserbaukunst, und 1783 wurde er durch die Unterstützung des Zürich’schen Kriegsrathes in den Stand gesetzt, zu seiner Ausbil- dung das Ausland zu besuchen. Er ging zuerst nach Wien, wo er die Universität und die Architektur-Akademie besuchte, und unter Schmutzer sich in der freien Handzeichnung übte. Dane- ben beschäftigten ihn auch ganz besonders seine Lieblingswissen- schaften, Mathematik, Physik und Astronomie, und dieke vernach- lässigte er sein Leben lang nicht. Nachdem er Dresden , Berlin , Hamburg , Rouen und Paris gesehen, und sich tüchtige Kenntnisse als Architekt und Ingenieur erworben hatte, kehrte er endlich in die Heimath zurück und zuletzt wurde er Civil-Ingenieur-Architekt und Fortifications-Direktor zu Zürich .
Im Jahre nahm er eine Charte vom Rheinthal auf, die Lips meisterhaft gestochen hatte. Bei der in der Schweiz
Fehrmann oder Föhrmann, Daniel. 263
hruausgebrochenen Revolution hörte seine Stelle auf und Fehr begab sich daher nach Sachsen-Meiningen , wo er das Amt eines Bau- inspektors bekleidete, bis er 1700 von der Zürich’schen Cantonsre- gierung wieder an seine vorige Stelle berufen wurde. Von dieser Zeit an lebte er in Zürich der Kunst und Wissenschaft. Er bildete neben seinen Berufsgeschäften viele junge Leute zu Mathematikern und Ingenieuren, und auch das Baufach beschäftigte ihn, wie noch mehrere von ihm mit Geschmack errichtete Gebäude beweisen. Mit grosser Vorliebe betrieb er noch immer die Astronomie mit seinem gleichzeitigen Freunde, dem kaiserlich-russischen Hofrathe Horner. Im Jahre 1823 sank dieser Treffliche endlich in die Grube. Er hinterliess eine Tochter, Namens Lisette, und diese übt ebenfalls die Kunst zu ihrem Vergnügen. Sie malt und zeichnet auf Stein. Im Jahre 1828 gab sie Erinnerungen vom Rigiberge heraus, eine Sammlung von Abbildungen der verschiedenen Alpen- pflanzen. Diese Folge besteht aus 24 Blättern, welche die Künst- lerin selbst lithographierte und sorgfältig colorierte.
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