Fahlkranz, Karl Johann

Fahlkranz, Karl Johann, ein vorzüglicher schwedischer Landschaftsmaler , wurde 1774 im Sprengel Stora Tuna in Dalarne (Thal Jand) geboren. Hier war sein Vater Pfarrer und dann Probst, und in diesem Thalrande genoss der Knabe auch den ersten Unterricht, Seine Freistunden waren der Kunst geweiht, aber er träumte von dieser nur bis er ein Gemälde von Ruysdael und Kopien und Kupferstiche von Claude Lorrain sah. Von jetzt an widmete er sich ausschliessend der Landschaftsmalerei, für die er die entschiedenste Anlage besass. Er war sein eigener Lehrer, und die Natur bot Gegenstände, die er mit Sorgfalt und Genauigkeit studierte, und auch die Meisterwerke Poussin’s und Everdingen’s scheinen später auf seine Auffassungsweise der Naturschönheit Einfluss gehabt zu haben.

Fahlkranz liebte vor allen die nordische Natur, sie hatte seine Phantasie geweckt und seine Richtung bestimmt. Nach Italiens Boden sehnte er sich nicht, und er liess jede Gelegenheit, den Sü- den zu sehen, vorübergehen. Im Jahre 1806 hatte er jedoch eine Reise nach Italien unternommen, allein er erkrankte auf dem Wege, und bald darauf hinderte ihn der Krieg an der Ausführung seines Planes, den er später gar nicht verloren wollte. Dagegen be- reiste er Schweden , Dänemark und Norwegen in mehreren Rich- tungen und studierte den eigenthümlichen Charakter dieser Gegen- den. Schon zu Anfang unsers Jahrhunderts war sein Ruf ins Aus- land gedrungen, und gegenwärtig findet man in allen Ländern Eu- ropas und selbst in Amerika Bilder von diesem Künstler. Die An- zahl derselben ist bedeutend und die vorzüglichsten derselben sind im Besitze des Königs von Schweden und des Königs von Bayern, Auch der König von Dänemark hat eine Reihe norwegischer Aus- sichten von der Hand dieses Künstlers. In allen seinen Bildern zeigte sich eine reiche Rißbildungskraft und tiefes Naturgefühl,

Fahne eller Fanden. — Fairland, Thomas.

Dabei bewundert man die Leichtigkeit des Pinsels, die nordisch- getreue Färbung und den richtigen Takt in der Behandlung heiterer und düsterer Darstellungen.

Fahlkranz steht allen seinen früheren schwedischen Kunstgenossen voran. Im Jahre 1815 erhielt er den Titel eines Professors und spä- ter wurde er auch mit dem Wasaorden geschmückt.

Vier seiner trefflichen Gemälde mit Darstellungen aus Tegner’s Frithiofssage sind von Anckarsward lithographiert, in kl. fol., unter dem Titel: Fromnös och Balestrand, Frithiofs och Ingeborgs Hem. etc. Wer die nordische Natur, angehaucht vom Geiste nor- discher Poesie, sehen will, dem sind diese Blätter zu empfehlen. In Mohnike’s Übersetzung der Frithiofssage von 1831 sind verklei- nerte lithographierte Copien,

Nachrichten über diesen Künstler sind zerstreut im Kunstblatt; ferner im M. d’Ehrenström’s Notice sur la literature et les beaux arts en Suède 1826, und auch im Conversations-Lexicon der neuesten Zeit.

Fahne eller Fanden, Halvor. — Fanden.

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