Fackel und in andern Gestalten, wie sie die Griechen gebildet, ge- fel. Es schien, dass man nichts Besseres einführen konnte, und auch Entres fand mancherlei Schwierigkeiten im Verfasse seiner Mal- kunst. Doch blieb er derselben getreu und er verschaffte ihr immer mehr und mehr Eingang. Es finden sich jetzt von seiner Hand auf verschiedenen Gottesackern Monumente im byzantinischen und gotischen Stil und das erste, das er ausgeführt, ist jenes des Bürger Schlutt in den Arkaden des Gottesackers zu München ; Andere sind in Dachau , Donauwörth , Hohenaschau u. s. w.
Den Hochaltar der Metropolitankirche zu München ziert von seiner Hand ein sieben Fuß langes Basrelief in Erz mit dem heil- igen Abendmahl, und auf dem Calvarienberg in Tölz ist seine e- rstaunlich schöne Christusstatue, kniend 74 Fuß hoch. Der Künstler hat für seine Darstellung den Moment gewählt, wie Christus betet: „Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe.“ Der Heiland ist in innerster Bewegung dargestellt, es malt sich der Schmerz auf seinem Antlitz, aber er erträgt ihn mit Würde und Ergebung in
den Willen des Vaters. Die Bekleidung ist einfach, aber groß- artig und der Würde des Gegenstandes angemessen. Der Künstler zeigt sich nur im Unterkleide, ohne Mantel, ohne Prunk der faltenreichen Umhüllung, aber dennoch sind die Massen mannig- faltig und naturgetreu über die edle Form verbreitet. Der Stoff, aus welchem die Statue getrieben wurde, ist Sandstein, aber diese ist nach der Weise des Mittelalters bemalt.
Den Auftrag zu dieser ehrenvollen Arbeit verdankt der Künstler den berühmten P. v. Cornelius und Professor v. Olivier.
Unter Entres neuesten Arbeiten, die der Vollendung entgegen se- hen, gehören die Monumente des k. b. Staatsministers Freiherrn von Zentner und des Generals von Pillement; ferner ein 20 Fuß hoher gotischer Altar, mit Basreliefs und Figuren aus dem alten und neuen Testamente verziert. Schließlich bemerken wir noch, dass er es sich zur besonderen Aufgabe gemacht hat, die in neuerer Zeit so sehr vernachlässigte Holzschnitzerei wieder zu cultiviren. Er hat bereits mehrere Standbilder und Kreuzigungen im Sinne der ältern christlichen Zeit theils selbst in Holz ausgeführt, theils solche un- ter seiner Leitung ausführen lassen.
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