Faceini oder Facini, Pietro. — Facius, Frater. 5
- wollen. Bartel glaubt das Blatt mit voller Überzeugung dem Fac- cinio zuschreiben zu dürfen, da es in der Manier nicht an jene des Brizio erinnert, und da Faccino unbekannt ist.
Die beiden übrigen Blätter gehören nach Bartsch ebenfalls dem Facini an. Das zweite nennt Malvasia namenlos.
St. Franz von Assisi kniend mit dem Jesuskinde, welches die Händchen der links auf Wolken von Engeln getragenen heiligen reicht.
Dieses Blatt erinnert an die Weise des Baroccio, nach dem Gemälde des Künstlers in der Kapuziner Kirche zu Bologna sehr geistreich radiert. H. 12 Z. 2 L, Br. 9 Z. Selten.
Es gibt von diesem Blatte eine gute gegenseitige Copie:
Ein blinder Bettler auf der Straße stehend, wie er ein Lied singt. Zu seinen Füssen liegt sein Hund. Im Rande liest man: Andei uu a lauorä’ fieui de porche etc., nach Malvasia ein Bergamaskisches Terzet von Xlgardi. H. 9 Z. 8 L., Br. 6 Z. 3 L. Höchst selten und geistreich radiert.
Der blinde Bettler von seinem Hunde geführt, im Grunde rechts zwei junge Leute. H. 7 Z. Br. 5 Z. 5 L. Sehr selten.
Brulliot diet. des monogr. I. Nro. 277 erwähnt noch fünf andere Blätter als Werke des Faccini. Diese sind mit einem Monogramme bezeichnet.
Vier Bettler, von denen zwei bucklig sind und die übrigen in Krücken gehen. Neben dem Zeichen steht: PSF, was Petrus Stefanoni formis bedeutet. H. 5 Z. 11 L., Br. 8 Z. 2 L. Sehr selten und der Pendant zu den von Bartsch beschriebenen Blättern.
Ein auf dem Boden sitzendes Rind mit einem Baumzweige. Im Grunde Landschaft mit Bäumen, und darunter einer, an welchem ein Kind mit den Füßen aufgehängt ist. H. 2 Z. 9 L., Das Skelett mit der Sanduhr, ein Kind zum offenen Grabe führend. H. 3 Z. 2.0 L., Br. 2 Z. 4 L. 6
Der Schmied vor dem Ambose sitzend; in der Mitte des Blattes sitzt links ein Mädchen und rechts stehen zwei Knaben; Diese Personen sind in einer Art Felsenhöhle. H. 4 Z. 4 L., Br. Des Innere eines Zimmers, wo ein Knabe auf dem Stuhle sitzt, den Affen betrachtend, der die Katze nötigt, die Castanien usw. dem Camine, zu ziehen. H. 7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 10 L.
Frenzel (Katalog der gräz. Stefnberg’schen Sammlung I. 5124) glaubt, dieses äußerst geistreich radierte Blatt sei von einem Holländer. Auf der gleich großen Copie liest man: Ani. Carrache, Faccini, GIUSCPP;.
Kupferstecher, dessen Lebensverhältnisse uns unbekannt sind. Er stach die Zingara, oder Maria in einer Landschaft mit dem Kinde auf der Flucht in Ägypten, nach Correggio, fol. 0 a r
Nicozzi erwähnt eines Facciolino, der eine Madonna mit dem Kinde nach Correggio gestochen hat. e HM
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