Faccini oder Facini, Pietro

Faccini oder Facini, Pietro, Maler und Kupferstecher , geb. zu Bologna : 1562, gest. . Schon über die Rundenjahre hinaus, hatte er Annibale Carracci’s Schule, in welche ihn dieser Meister mit gutem Willen aufnahm, weil er in einer Zeichnung Facini’s ein tüchtiges Talent erkannte. Doch in der Folge bereute er seine That, denn die Fortschritte des Schülers reizten den Meister zur Eifersucht; es kam zu Streitigkeiten, und zuletzt soll Facini dem Annibale gar nach dem Leben gestrebt haben. Unruhigen Geistes, wie er war, ertheilte er seinen Figuren eine Lebhaftigkeit und Be- wegung, die ihn mit Tintoretto vergleichen möchte; und die Car- nation wusste er so lebendig zu geben, dass selbst Annibale sagte, Facini scheine Menschenfleisch unter die Farben zu reiben. In- dessen ist er ein schwacher Zeichner, ohne gründliche Kenntnisse der Anatomie, und irrt in den Händen, Köpfen, und seine Figu- ren sind zu lang gedehnt. Zuletzt verließ er die Schule des Car- racci und gründete demselben zum Trotze eine eigene, die es nicht am Zulauf fehlte. Doch starb Facini zu früh.

Lanzi II, 130 deutsche Ausg. rühmt von seiner Hand das Ge- mälde der Schutzheiligen von Bologna; in Florence und öfter malte er auch Knabenreigen und Scherze; nach Art Albani’s, nur in grösseren Verhältnissen. Diese Darstellungen wurden geschätzt. In der königl. Galerie zu Dresden sind von seiner Hand zwei verschiedene Bilder der Vermählung der heil. Katharina. Sie sind schön, in der Manier sehr viel an G. Mazzola erinnernd, den er mehr als den Correggio nachgeahmt zu haben scheint.

Bartsch P, gr. XVIII, p. 270 legt ihm folgende Blätter bei; Das erste beschreibt Malvasia als das Werk eines Anonymus, der es nach An- nibale Carracci gefertigt. Mariggi degt mm einer handschriftlichen Note irrig dem Lud. Carracci die Erfindung bei, auch glaubt er, dass Brizio oder ein anderer Schüler des Carracci das Blatt gesto- chen habe. Gori gibt einen ähnlichen Gegenstand als das Werk eines Pietro del Falcino, allein dieser Falcino ist in der Kunstge- schichte unbekannt, und Gori hat wahrscheinlich Facini schreiben

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