Fabris, Joseph

Fabris, Joseph, Bildhauer von Padua , wo er um 1800 geboren wurde. Er studierte seine Kunst auf der Akademie der Künste zu Mailand und hier fand er an dem Grafen Mellerio einen besonde- ren Gönner, welcher das ausgezeichnete Talent dieses seines Schü- tzlings erkannte und entwickelte. Später ging Fabris als Pensionär dieser Akademie nach Rom , um seine Studien nach den Denkmä- lern der alten klassischen Kunstzeit fortzusetzen und seine Bildung

zu vollenden. Er verfertigte mehrere Werke, die ihm Ruhm verschafften, und diente als Mitglied der Akademie von Rom, unter deren Mitgliedern Fabris eine colossale, 28 Palmen hohe Gruppe des Milon von 30 Fuss, wie er mit seinen Händen in einen Baumsturz geklemmt, von dem Löwen zerissen wird. Diese Gruppe ist um drei Fuss höher als die bekannten Colosseale des Quirinals. Fabris ist überdies noch durch verschiedene andere treffliche Werke bekannt. Im Besitze des Fürsten Esterházy ist seine schöne Gruppe von Venus und Amor, ein ausgezeichnetes Werk, wie die herrliche Gruppe von Hektor und Andromache , die er für den Grafen Mellerio in Mailand ausführte. Abgeb. im Giorrnale arcadico 1810 S. 457. Dieser sein Gönner liess durch den Künstler auch das Grabmonument der Gräfin machen, ein Werk, das 1825 fertig stand. Von Fabris ist auch das Mausoleum des Cardinal Fontana in St. Carlo in Rom, mit einer im reinsten Ebenmaaße gebildeten Figur der Fama am Sarkophage. Von seiner Hand ist ferner der sitzende Genius an dem Monumente Canova’s in der Kirche de Frati zu Venedig, und 1820 wurde ihm die Ausführung des Denkmals für Tasso anvertraut. Der Dichter ist in einer Vision dargestellt, wie ihn die heilige Jungfrau begeistert.

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