Fabre, Francois Xavier

Fabre, Francois Xavier, Historienmaler , wurde zu Montpellier 1766 geboren. Er bildete sich in David’s Schule und machte da solche Fortschritte, dass er schon den ersten Preis der Malerei gewann, und zwar mit dem Gemälde, welches Zedekias und seine Söhne vor Nebukadnezar vorstellt, eine schreckliche Begebenheit nach Buch der Könige XXV. und Jeremias XXXIX. Landon hat im vierten Bande seiner Annalen p. 81 einen Umriss davon gegeben. Mit diesem Preise war das Reisestipendium des Königs verbunden; und Fabre reiste daher nach Italien , wo er verblieb. Er wurde zu Florenz Professor der Akademie der bildenden Künste, und in dieser Stadt malte er auch eine bedeutende Anzahl von Gemälden, die er in die Salons nach Paris schickte. Sie bestehen in historischen Darstellungen und in Landschaften mit geschichtlicher Staffage, und auch das Portrait behandelte er trefflich, so wie denn Fabre überhaupt einer der vorzüglichsten französischen Künstler ist. Seine besseren Werke zeichnen sich durch Anmut und Adel des Styles, durch Reinheit der Formen, durch Wärme des Tones und durch Einfachheit aus. Man findet darin hohe Vorzüge, besonders in Frankreich, wo das Gebrechen der französischen Schule nicht auffällt. Es ist dieses der Hang zum Theatralischen, Affektirten, wovon auch Fabre nicht ganz freizusprechen ist.

Im Jahre 1826 kehrte Fabre nach Frankreich zurück und liess sich zu Montpellier nieder. Hier gründete er ein Museum und eine öffentliche Bibliothek, wozu er seine eigene Büchersammlung hergab. Auch überliess er dem Museum mehrere seiner Gemälde.

und sein Cabinet von Kupferstichen. Er wurde auch zum Direktor der von ihm gegründeten Kunstschule ernannt, und überdies führt er noch den Ehrentitel eines Professors der Akademie der schönen Künste zu Florenz und Genf. Im Jahre 1827 wurde er Ritter der Ehrenlegion und im folgenden Jahre erhob ihn der König in den Stand eines Barons. Früher schon war er Ritter des toskanischen St. Josephs-Verdienstordens.

Die Werke dieses Künstlers sind in verschiedenen Gallerien, die meisten im Museum zu Montpellier. Hier sieht man den Tod Abels 1791, der ihm besonderen Beifall erwarb, Saul vom Schatten Samuels verfolgt, eine heilige Familie 1812, Oedipus von Colonna in einer Landschaft, den Tod des Narcissus ebenfalls in einer Landschaft, das Portrait Canova’s, gestochen von Saunders etc. In der florentinischen Gallerie ist das Bildnis Alfieri’s, welches Toschi gestochen hat, und der Herzog von Alba zu Madrid erhielt den Tod des Philopömen.

Fabre hat auch einige Blätter geätzt, welche Tiere und Landschaften nach Poussin vorstellen.

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